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23.09.2009

Kabelunternehmen Tele Columbus könnte bald verkauft werden

Von Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

Von Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus könnte schon bald zum Verkauf gestellt werden. Der Besitzer, ein Luxemburger Finanzinvestor, habe die Citigroup damit beauftragt, dabei zu helfen, entweder neues Kapital oder Investoren für das Geschäft zu finden. Wenn es sinnvoll sei, könne die Bank auch beratend bei einem Verkauf von Tele Columbus tätig sein, antwortete ein Escaline-Manager in einer E-Mail auf Fragen von Dow Jones Newswires am Mittwoch.

Escaline hält den mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfenden Kabelnetzbetreiber über ihre Tochter Orion Cable GmbH. Die in Hannover ansässige Tele Columbus war aus der Fusion kleinerer Kabelbetreiber entstanden und bedient 3 Millionen Kunden, vor allem in Ostdeutschland.

Das Stammkapital von Tele Columbus beläuft sich laut einer Person mit entsprechenden Kenntnissen auf mindestens 800 Mio EUR, dem stehe jedoch eine Verschuldung von 950 Mio EUR gegenüber. Escaline selbst hat inklusive Tele Columbus Schulden von rund 1,7 Mrd EUR.

Es habe einige Vorstöße wegen Tele Columbus sowohl von Finanz- als auch von strategischen Investoren gegeben, sagte der Escaline-Manager. Dies lasse es als sinnvoll erscheinen, einen möglichen Verkauf eher früher als später zu prüfen.

Große Wettbewerber wie Kabel Deutschland und Unitymedia hatten jüngst mitgeteilt, bei einem Verkauf von Tele Columbus möglicherweise interessiert zu sein. Beide Kabelnetzbetreiber gehören ebenfalls Finanzinvestoren.

Der Breitbandanbieter Versatel hatte vergangenes Jahr zwei regionale Kabelnetzanbieter erworben, um einen direkten Kundenzugang zu gewinnen und die letzte Meile der Telefonanschlüsse im Besitz der Deutschen Telekom AG zu umgehen. Eine Versatel-Sprecherin wollte am Mittwoch aber keine Angaben dazu machen, ob das Düsseldorfer Unternehmen an Tele Columbus interessiert wäre oder nicht.

Ein Branchenexperte sagte Dow Jones Newswires, die deutsche Kabelindustrie wolle einen Verkauf von Tele Columbus zunächst als Konsolidierungsschritt abwarten, bevor sie etwa einen Börsengang prüfen würden. Ein solcher Schritt könnte den Besitzern der Kabelnetzbetreiber zu Barmitteln verhelfen, derzeit sei die Frage der Bewertung der Unternehmen aber noch schwierig.

Webseite: www.telecolumbus.de -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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