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23.05.1980 - 

Erfahrungen eines Sanitär- und Heizungsbau-Betriebes:

Kalkulation im Haus- Fibu außer Haus

Das Beispiel des Unternehmens Eduard Dreher in Sigmaringen, ein Flaschnerei-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbau-Betrieb mit 26 Mitarbeitern, soll zeigen, daß eine Aufteilung der EDV-Arbeit auf eigenen Bürocomputer und Service-Rechenzentrum eine sinnvolle, weil außerordentlich wirtschaftliche EDV-Lösung darstellt.

"Das Hauptproblem in unserem Betrieb", so die Meinung von Karl Kleiner, dem kaufmännischen Geschäftsführer, "war das gesamte Kalkulations- und Angebotswesen, weil für dessen Bewältigung ein ungeheurer Rechen- und Schreibaufwand betrieben werden mußte. Für die Vorbereitung eines Angebots waren oft vier und mehr Stunden erforderlich."

Mit der Inbetriebnahme eines Taylorix-Bürocomputers "System 6" mit dem Programmpaket "S.H.K. 506/1" im Juni 1979 hat sich dieser Aufwand beträchtlich verringert.

Im Mittelpunkt des Programmpakets "S.H.K. 506/1" stehen die Erstellung des Leistungsverzeichnisses, Kostenvoranschlag und Angebot sowie die Fakturierung. Insgesamt setzt Herr Kleiner folgende Teilprogramme ein:

- Brutto-/Nettokalkulationen

- Ausdruck von Angeboten mit Deckungsbeitragsrechnung

- Auftragsbestätigungen

- Leistungsverzeichnisse

- Bestellvorschlagslisten

- Materialentnahmescheine

- Rechnungen

Die Daten dieser beiden Bereiche läßt Karl Kleiner im Taylorix-Service-Rechenzentrum verarbeiten und auswerten. Die Datenerfassung erfolgt dabei mit dem Bürocomputer auf Magnetbandkassetten, die zur Auswertung an das Service-Rechenzentrum gesandt werden. Parallel zur Datenaufzeichnung wird ein Erfassungsjournal ausgedruckt, das - ebenso wie alle Buchungsbelege - im Hause bleibt. Nach drei Tagen erhält man vom Rechenzentrum die gewünschten Finanzbuchführungsauswertungen:

die bewegten Kunden-, Lieferanten- und Sachkonten, Saldenlisten und die Umsatzsteuer-Voranmeldung, ausgedruckt auf dem amtlichen Formular und nur noch mit Stempel und Unterschrift zu versehen.

Für Kleiner ist die Sachkonten-Saldenliste besonders interessant, in der aktuelle Informationen über Kostenentwicklung, Außenstände und Forderungen sowie eine ganze Reihe von Prozentvergleichen enthalten sind. Die konzentrierten und übersichtlichen Zahlen ermöglichen es ihm, sich schnell auf sich abzeichnende Trends einzustellen.

Für die Lohnabrechnung erhält Karl Kleiner aus dem Taylorix-Service-Rechenzentrum außer den üblichen Unterlagen unter anderem auch Lohnverteilungslisten, aus denen ersichtlich ist, welche Lohnkosten bei den vier Kostenstellen Flaschnerei Installation, Heizung und Interne Eigenleistung angefallen sind. Die Produktiv-Stunden lassen sich somit leicht ermitteln.

Tragbare Kosten auch für Kleine

Die Kosten für den Bürocomputer "System 6" sind selbst für kleinere Sanitär- und Heizungsbau-Betriebe tragbar: Die Anlage kostet zirka 22 000 Mark und das Programmpaket "S.H.K. 506/1" wird mit 4950 Mark berechnet. Dazu kommen die einmaligen Kosten für die Datenerfassungsprogramme für Finanzbuchführung und Lohnabrechnung aus dem Service-Rechenzentrum .

Statt vier, eine Stunde

Die Erfahrungen, die Kleiner seit der Umstellung gemacht hat, sind positiv. Er faßt die wesentlichen Vorteile aus seiner Sicht so zusammen: "Wir haben mit der Arbeitsteilung Bürocomputer/Service-Rechenzentrum eine Lösung gefunden, die ausgezeichnet die Bedürfnisse unseres Betriebes abdeckt. Das Bürocomputer-Programm ist gut durchdacht. Nachdem unser Techniker jetzt ein umfassendes Leistungsverzeichnis hat, arbeitet er ein Angebot, für das er früher vier Stunden benötigte, in einer Stunde aus. Auch der kaufmännische Bereich profitiert davon, weil man jetzt mit jedem Angebot den Deckungsbeitrag erhält und so schon vorher weiß, wieviel jedes Objekt Betriebsergebnis beitragen wird. Das gesamte Kostengefüge ist seit Einführung der Verbund-Lösung transparent und steuerbar geworden."

*Siegfried Wiedenmann, Taylorix Datenverarbeitung