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10.10.1997 - 

Selbst Privatanwender geraten künftig in die Schußlinie

Kampagne: Microsoft bleibt Softwarepiraten auf den Fersen

Um den Namen Microsoft nicht ins schlechte Licht rücken zu müssen, wurden bereits vor Jahren straf- sowie zivilrechtliche Aktionen gegen Raubkopierer offiziell an den Herstellerverband BSA ausgegliedert. Während sich die BSA mit harten Maßnahmen brüstet, kümmert sich Microsoft auch in Zukunft um publikumswirksame Aufklärung.

"Mal ehrlich!" - Unter diesem Motto appelliert der Megakonzern jetzt an Hersteller, Händler und Benutzer illegaler Programme. Auch diesmal ist primär von Aufklärung und effizientem Software-Management und weniger von straf- beziehungsweise zivilrechtlichen Schritten die Rede. Erstmals zieht der Windows-Produzent mit Anzeigen, Presseinformationen, Fallstudien, Kooperationen und Events nicht nur Entscheider und Anwender in Unternehmen ins Kalkül. Auch unzähligen privaten Usern, die bislang aufgrund ihrer Verstöße gegen das Copyright in ihren stillen Kammern kaum faßbar waren, soll nun ein schlechtes Gewissen eingeredet werden.

Microsoft appelliert an Ehrlichkeit

Rudolf Gallist, Mitglied der Geschäftsfühung bei Microsoft, rechtfertigt die Mal-ehrlich-Aktion: "Wir sponsern diese Kampagne, weil durch illegale Softwarenutzung sehr viel Geld verlorengeht und weil andere Software-Anbieter es von uns erwarten."

Gegen alle, die Microsoft für nicht ehrlich hält, "werden wir und die BSA auch weiterhin straf- und zivilrechtliche Prosesse anstrengen", fügt Sabine Lobmeier, PR- und Marketing-Managerin in Sachen Softwarepiraterie-Bekämpfung bei der Unterschleißheimer Niederlassung hinzu.

Dies bekam vor wenigen Wochen beispielsweise auch das Unternehmen SM Summit in Singapur zu spüren. Die BSA und Microsoft müssen sich dort nach einer Razzia vor Gericht wegen menschenverachtender Vorgehensweise verantworten.

Hierzulande werde Microsoft ehrlichen Händlern die Möglichkeit bieten, Lieferungen auf Legalität überprüfen zu lassen und Raubkopien gegen Originalprodukte einzutauschen. Zudem wolle die Gates-Company mit Shareware-Autoren kooperieren. Diese dürfen ihre Produkte nach Prüfung mit dem Logo "Mal ehrlich!" versehen. In einem Microsoft-Katalog kann die Shareware kostenlos beworben werden.