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12.11.1998 - 

Hiesiger Geschäftsführer klagt auf Schadenersatz

Kampf um Shopmaker Deutschland wird nun vor Gericht ausgetragen

MÜNCHEN (wt) - In seltener Schärfe und Offenheit streiten sich derzeit der ehemalige Deutschland-Geschäftsführer und die Schweizer Zentrale um die Zukunft der E-Commerce-Lösung "Shopmaker". Eine gerichtliche Lösung könnte beide Seiten teuer zu stehen kommen.

Der deutsche Geschäftsleiter Luigi Carlo de Micco hatte am 18. September dieses Jahres den Distributionsvertrag fristlos gekündigt. Seiner Ansicht nach haben die Schweizer Geschäftspartner ihre Verpflichtung nicht eingehalten, das Produkt fertig zu entwickeln. Außerdem hätten sie einen eigenen Vertrieb nach dem Schneeballsystem an ihm vorbei etabliert. De Micco hatte das Produkt nach seinen Aussagen mit viel eigenem Geld am deutschen Markt positioniert und ein Netz von Fachhändlern und Entwicklern aufgebaut. Interessante Projekte seien verlorengegangen, weil dem Produkt elementare Funktionen fehlten, obwohl mit ihnen geworben wurde.

Walter Zemp, Marketing-Leiter der Shopmaker AG, Zürich, wirft de Micco im Gegenzug vor, eine feindliche Übernahme geplant zu haben. Auch habe er die Software der Schweizer geklaut und sogar unter eigenem Namen auf der Systems vermarktet. De Micco leugnet nicht, den ehemaligen Geschäftspartnern ein Kaufangebot gemacht zu haben. Allerdings nur, um die inzwischen mit eigenen Programmierern neu entwickelte Software weiter unter dem Namen Shopmaker verkaufen zu können.

Beide Seiten reagierten mit einstweiligen Verfügungen. Shopmaker Zürich ließ de Micco den Gebrauch des Namens verbieten und darf seinerseits nicht mehr von Produktdiebstahl sprechen. De Micco klagt wegen Betrugs und auf Schadenersatz. Seiner Meinung nach können die Schweizer die Auseinandersetzung finanziell nicht überstehen. Er selbst hat die von ihm gegründete Shopmaker GmbH inzwischen in Internolix AG umfirmiert. Um Ruhe zu gewinnen, wie er sagt.