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10.05.1991 - 

Bidirektionale Kommunikation auf RISC-Basis

Kanadische Kredit-Union setzt auf exotische Software

10.05.1991

MONTREAL (IDG) - Bei der Confédération de Caisses Populaires et d'Economie Desjardins du Quebec steht und fällt der Erfolg des neuen DV-Konzepts mit der Software einen Exoten, Nach Anwenderangaben wird hier das Programm "Mlink Advanced Program-to-Program Communications System" (Macs) des libanesischen Anbieters Computer-Microsystems die gegen PS/2. Modelle - ausgetauschten RISC-Rechner von IBM auf Vordermann bringen.

Bisher wurden die verwalteten Guthaben - das kanadische Unternehmen betreut die Kunden von 1400 unabhängigen Kreditanstalten - über PS/2-Systeme mit 350 Transaktionen pro Sekunde an das mit MVS-Equipment ausgestattete Rechenzentrum der Gesellschaft geschickt.

Macs als der Schlüssel zum Erfolg

Diese Verarbeitungskapazität reichte laut Leslie Satenstein, Projektleiter des von der Confédération de Caisses im Zuge der Umstrukturierung angesetzten File-Transfer-Vorhabens, nicht aus, um den stark anwachsenden Dial-up-Verkehr zu bewältigen. Das Ergebnis: Die Workstations mit OS/2-Betriebssysteme erreichten in Anbetracht der erforderlichen Datenrate von zwei MB pro Sekunde und den benötigen Software-Leistungen inzwischen ihre Grenzen. Deshalb fiel die Wahl auf das IBM-RISC-System 6000 insgesamt 27,5 Mips und mit Eignung für das von der Kredit-Union ausgesuchte Mlink Advanced-Program-to-Program Communications System (Macs).

Dem Programm Macs, das in dem Projekt mit dem Gesamtwert von einer halben Million Dollar kostenmäßig kaum zu Buche schlägt, aber den Schlüssel zum Erfolg darstellt, kann die DV-Branche offenbar nichts oder noch nichts Vergleichbares entgegensetzen. Neben entsprechenden Ankündigungen von Big Blue verweist Satenstein auf den Anbieter Tandem, dessen Variante für die Verbindung der eigenen Cyclone-Rechner mit IBM-Mainframes allerdings nur neun Mips verarbeitet.

Macs ist für den bidirektionalen und unbeaufsichtigten Datenaustausch gedacht und erlaubt es heterogenen Rechnern, Sessions zu starten, den Filetransfer abzuwickeln und Kommandos auf entfernt installierten Systeme festzulegen. Im Rahmen der Kommunikation in beide Richtungen lassen sich die Datensätze in jeder Übermittlungs-Etappe wieder auffinden, festhalten und einloggen. So wird bei der Kredit-Union, die das neue System im kommenden Monat in Betriebnehmen möchte, der dort installierte Mainframe in der Lage sein, nach Eingang und Bearbeitung der jeweiligen Finanzdatensätze diese wieder an den RISC-Rechner RS/6000 zurückzuspielen.

Die Verbindung zu den Kunden erfolgt über Telefonleitungen und das Callback-Box-System von Digital Pathways. Laut Satenstein steht die gesamte Kommunikationssoftware kostenlos zur Verfügung; der Endanwender müssen sich sich lediglich ein Modem in der Preislage von 150 Dollar anschaffen.

Vor der endgültigen Entscheidung für die jetzige Lösung, bei der im Hinblick auf 500 potentielle Kunden in diesem Bereich die gegebene Unix-Basis als weiterer Vorteil zählt, erwog die Kreditgesellschaft auch, den Einsatz von Datex-P, SNA und OS/2-basierten LANs. Diese Pläne wurden jedoch wieder verworfen, da ihre Realisierung zu hohe Investitionen auf der Kundenseite und die Bereitstellung enorm hoher PC-Plattenspeicherkapazitäten nach sich gezogen hätte.