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Internationaler Wettbewerb der IEEE Computer Society

Karlsruher IT-Studenten: Mit Bluetooth zum Vizeweltmeister

27.07.2001
MÜNCHEN (CW) - Deutschlands Arbeitgeber wissen, warum sie künftige IT-Mitarbeiter an der Universität Karlsruhe rekrutieren: Die baden-württembergische Hochschule hat laut CW-Ranking nicht nur die beste Informatikfakultät, jetzt holten sich die IT-Studenten auch noch den Vizeweltmeistertitel der IEEE Computer Society in Washington D.C.

Bei dem jährlichen Wettbewerb der IEEE, der weltweit größten Vereinigung von Computerspezialisten, konnten fünf Informatikstudenten der Universität Karlsruhe auf die Siegertreppe steigen. Das deutsche Team mit Gerhard Boksch, Georg Dummer, Ivan Ivanov, Manuel Odendahl und Alexander Paar sowie ihr Betreuer Fridtjof Feldbusch erreichten bei dem internationalen Wettbewerb den zweiten Platz. Mit ihrer Idee, eine einzige Fernbedienung unter anderem für Stereoanlagen, Videorecorder oder Haustüren zu entwickeln, trafen sie laut internationaler Jury den Puls der Zeit. Denn wenn es nach den weltweit führenden TK-Unternehmen geht, soll der Kabelsalat zwischen den Geräten bald der Vergangenheit angehören.

Für den Bluetooth-Anwenderbereich schrieb die IEEE im vergangenen Jahr den weltweiten Wettbewerb für Informatikstudenten aus. Von den insgesamt 140 deutschen Hochschulen kamen etwa die Hälfte in die engere Wahl, darunter die Universität Karlsruhe. "Wir bekamen Laptops, Software sowie 200 Dollar und sollten uns etwas zum Thema Bluetooth einfallen lassen", erinnert sich Feldbusch. Nach einem Brainstorming-Meeting hatte er dann die entscheidende Idee: auf Grundlage der Bluetooth-Technik eine apparatunabhängige Fernbedienung zu entwickeln.

Vier Monate hatte das Team Zeit, seine Idee zu verwirklichen. Um die Kommunikation zwischen den Geräten herzustellen, entwickelte die Gruppe eine gemeinsame Sprache, mit der elektronische Kleingeräte und Computer über Kurzstreckenfunk miteinander kommunizieren können. "Man steht mit seinem Handy im Wohnzimmer, und die im Raum befindlichen Geräte werden auf dem Display angezeigt", erklärt Feldbusch. Anschließend kann man beispielsweise einen Film für die Aufnahme markieren. Das Aufnahmeprozedere erledigen dann Fernseher, Satellitenempfänger und Videorecorder unter sich.

Das Resultat ihrer Forschung schickten die Karlsruher schließlich nach Washington und wurden daraufhin mit zehn weiteren Universitäten zur Endrunde eingeladen. An einem Stand präsentierten sie dann das Ergebnis simuliert auf dem Laptop und konnten die internationale Jury überzeugen. "Wir waren total begeistert, als wir hörten, dass wir auf Platz zwei sind", freut sich Feldbusch. Neben dem Preisgeld von 18000 Dollar erhielten die Informatikstudenten auch eine Einladung zum Intel-Firmensitz nach Kalifornien. Dort soll im Dezember über die Vermarktung der Bluetooth-Anwendung gesprochen werden. Feldbusch: "Die Idee ist einfach zu gut, um sie wieder zu vergessen."