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15.02.2007

Karrierestart im Studentenwettbewerb

Amerikanische Softwareunternehmen fördern den internationalen IT- und Grafiknachwuchs. Zudem bieten sie Studenten die Möglichkeit, Netzwerke für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen.

Von Madlen Nicolaus*

Die Zeit drängt

Wer in diesem Jahr Interesse an der Wettbewerbsteilnahme hat, sollte sich beeilen: Die Registrierung für den DAA 2007 läuft noch bis April und für den IC 2007 bis 15. März. Ausnahmen beim Imagine Cup stellen die Kategorien Software Design (bis 31. März) und Fotografie (bis 11. Mai) dar. Weitere Informationen zum Adobe-DAA sind unter http://www.adobe.com/de/education/adaa/ abrufbar. Hintergründe zum Microsoft Imagine Cup stehen unter http://www.microsoft.com/germany/imaginecup/default.mspx zur Verfügung.

Für einen guten Berufseinstieg nach Ende des Studiums reicht es nicht mehr aus, nur den vorgeschriebenen Vorlesungsplan an der Hochschule abzuarbeiten. Die Wirtschaft fordert von den Absolventen neben fundiertem fachlichem Wissen auch umfassende Praxiserfahrung. Um sich diese Kenntnisse anzueignen, bieten sich einerseits Praktika oder Werkstudententätigkeiten an. Andererseits veranstalten immer mehr internationale Unternehmen länderübergreifende Studentenwettbewerbe. Diese bieten Studierenden eine gute Gelegenheit, ihr Talent unter Beweis zu stellen und sich mit der weltweiten Konkurrenz zu messen. Darüber hinaus können sie Kontakte zu Experten aus der Wirtschaft knüpfen. Doch nicht nur die jungen Leute profitieren davon. Unternehmen nutzen die Wettbewerbe als Möglichkeit, den Nachwuchs kennen zu lernen und frühzeitig High Potentials aufzuspüren.

Weltweite Kontakte können karrierefördernd sein

Die zwei amerikanischen Softwareunternehmen Adobe und Microsoft beispielsweise veranstalten seit mehreren Jahren internationale Studentenwettbewerbe: die Adobe Design Achievement Awards und den Microsoft Imagine Cup. Studenten haben jeweils verschiedene Kategorien zur Auswahl, in denen sie sich beweisen können. Eine unabhängige Jury bewertet die Projekte. Die Gewinner der regionalen Vorausscheide werden zum internationalen Finale eingeladen, dessen Sieger Geld- und Sachpreise erhalten. Viel wertvoller als die materiellen Gewinne ist für die Studenten jedoch, dass sie auf sich aufmerksam machen und sich von der großen Masse der Studierenden abheben können. Schließlich haben sie so die Gelegenheit, mit Experten aus der Branche sowie Gleichgesinnten aus aller Welt in Kontakt zu treten und Netzwerke für die Zukunft zu knüpfen.

Adobe Design Achievement Awards (DAA)

Adobe organisiert seit 2000 die internationalen Design Achievement Awards. Dieser Wettbewerb richtet sich an Nachwuchs-Kreativprofis aus Grafikdesign, Fotografie, Illustration, Animation, digitaler Videobearbeitung sowie Computerkunst. 2006 haben mehr als 1800 Interessierte von Design-, Film- und Medienhochschulen aus insgesamt 24 Ländern in einer der neun möglichen Kategorien wie „Umgebungs- Design“, „Animation“ oder „Digitale Fotografie“ teilgenommen. Drei Finalisten pro Kategorie wurden zur Preisverleihung eingeladen, die 2006 im Royal Ontario Museum in Toronto stattfand.

William Staehle verhalf die Teilnahme am DAA 2005 zu einem erfolgreichen Berufsstart: „Im Rahmen des Wettbewerbs konnte ich meine Arbeit einigen der weltweit größten Designagenturen präsentieren. Das ermöglichte mir den Einstieg beim amerikanischen Verlag Harper-Collins, wo ich heute als Design-Manager tätig bin.“ Hildegard Brinkel von der Fachhochschule Anhalt in Bernberg entwickelte ein Konzept für das touristische Leit- und Orientierungssystem für Fußgänger in Magdeburg. Damit gewann sie den DAA 2005 in der Kategorie „Environmental Graphics“ und erhielt die Möglichkeit, ihre Arbeit in dem berühmten Guggenheim Museum in New York zu präsentieren.

Microsoft Imagine Cup (IC)

Seit fünf Jahren veranstaltet Microsoft den Nachwuchs-Technologiewettbewerb Imagine Cup. 2006 hatten sich etwa 65 000 Studenten aus mehr als 100 Ländern registriert. Allein aus Deutschland beteiligten sich 6500 Studierende in einer von sechs Kategorien wie „Software Design“, „IT“ oder „Short Film“. Die Bewertung der Projekte nimmt eine unabhängige Jury aus Hochschulprofessoren sowie Experten aus Bereichen wie Software- und Spieleentwicklung, Marktforschung und Systemintegration vor. Die besten Ideen werden bei den regionalen Vorentscheidungen sowie dem internationalen Finale mit Geldpreisen prämiert. 2006 fand dieses in Delhi (Indien) statt. Damit schafft Microsoft für die Nachwuchsentwickler die finanzielle Basis, die Lösungen nach dem Wettbewerb weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Als weitere Unterstützung bietet der Softwarehersteller Existenzgründer-Workshops an.

Auszeichnung erleichtert Berufseinstieg

Die Gewinner des deutschen ICFinales 2006 in der Kategorie „Software Design“, vier Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, stellten ihre Lösung Bill Gates persönlich vor. Zudem wurden sie als eines von sechs Teams für das Accelerator Program ausgewählt, in dessen Rahmen sie im Januar 2007 ein zweiwöchiges Trainingslager in England bei BT (British Telecommunication) absolvierten.

Für Tomasz Naumowicz ermöglichte die Teilnahme am IC 2005 in der Kategorie „Software Design“ den Berufseinstieg. Er promoviert heute im Fachbereich Informatik der FU Berlin und arbeitet an dem Projekt ScatterWeb.NET, das von Microsoft Research Cambridge gefördert wird. (hk)

*Madlen Nicolaus ist freie Journalistin in München.