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26.03.2004 - 

Minderheits- und Mehrheitsmodell angestrebt

Karstadt sucht Partner für Itellium

MÜNCHEN (CW) - Der Karstadt-Quelle-Konzern erwägt den Teilverkauf seiner IT-Tochter Itellium. Der Handelsriese strebt Joint Ventures mit externen IT-Dienstleistern und unterschiedlichen Beteiligungsverhältnissen an.

Karstadt-Quelle setzt derzeit im großen Stil auf Partnermodelle, um der schwierigen wirtschaftlichen Lage Herr zu werden. Im Warenhausbereich wurde bereits ein Joint Venture mit der Einzelhandelskette Rewe über den gemeinsamen Betrieb der Lebensmittelabteilungen vereinbart, Gleiches plant der Konzern nun im IT-Umfeld. Konzernnahen Quellen zufolge strebt der Handelsriese dabei ein kombiniertes Joint-Venture-Modell mit unterschiedlichen Minderheits- und Mehrheitsverhältnissen an: Die IT-Infrastruktur soll ein noch mit einem Partner zu gründendes Gemeinschaftsunternehmen betreiben, das mehrheitlich vom externen Dienstleister geführt wird. Im Applikationsbetrieb möchte Karstadt-Quelle hingegen wenigstens 51 Prozent der Anteile an einem ebenfalls geplanten Joint Venture halten. Karstadt-Quelle kommentierte diese Meldung nicht. "Die Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium", sagte der Sprecher lediglich.

Der Erfolg derartiger Modelle im IT-Umfeld ist fraglich, denn in der Vergangenheit haben die großen Dienstleister schlechte Erfahrungen mit Joint Ventures gemacht. IBM reduziert bereits seit Jahren die Zahl der gemeinsam mit Outsourcing-Kunden gegründeten IT-Betriebstöchter.

Probleme mit Partnermodellen

Das vor allem Mitte der 90er Jahre beliebte Modell räumt den Anwendern beim Outsourcing Mitspracherechte ein, hat sich in der Praxis aber als zu träge und schwer zu steuern erwiesen. Erst kürzlich hatte der Energieversorger RWE die Partnersuche für eine Minderheitsbeteiligung an der IT-Tochter RWE Systems Applications GmbH ergebnislos abgebrochen. Laut RWE haben die eingereichten Konzepte der Interessenten nicht überzeugt.

Der durch die Konsumflaute im Warenhaus- und Touristikgeschäft unter Druck geratene Karstadt-Quelle-Konzern hatte Mitte März einen Teilverkauf seiner IT-Tochter Itellium angekündigt. Der IT-Dienstleister beschäftigt rund 1700 Mitarbeiter und nahm im letzten Jahr etwa 297 Millionen Euro ein, 95 Prozent davon mit der Muttergesellschaft. (jha)