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Neue Chefin soll Wende bringen

Karstadt-Warenhäuser machen im Weihnachtsquartal weniger Umsatz

30.01.2014
Die neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt bekommt bei ihrem Amtsantritt in wenigen Wochen viel zu tun. Die Umsätze beim Warenhauskonzern schrumpfen, das Online-Geschäft kommt nicht voran.

Die Karstadt-Warenhäuser kämpfen mit schrumpfenden Umsätzen. Insgesamt habe die Karstadt Warenhaus GmbH im wichtigen Weihnachtsquartal einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen, schrieb Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz nach dpa-Informationen in einem Brief an die Mitarbeiter. Dies sei zum Teil auf den Rückzug aus dem Geschäft mit Multimedia-Produkten zurückzuführen. Zusätzlich hätten aber auch der Boom des Online-Handels, das warme Wetter und Streikaktivitäten die Umsätze belastet, betonte Weitz, der bis zum offiziellen Arbeitsantritt der neuen Warenhaus-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt die Geschäftsführung koordiniert.

Doch sieht Weitz auch positive Entwicklungen. In den wichtigen Sparten Mode und Sport hätten die Umsätze über dem Vorjahresniveau gelegen. So verzeichne die Warenhauskette bei Kindermode ein Umsatzplus von 13,6 Prozent und bei Schuhen von 6,6 Prozent. Bei Damenmode liege der Zuwachs bei 1,2 Prozent, bei Herrenmode bei 0,6 Prozent.

Das Karstadt-Online-Geschäft konnte dagegen nach Angaben des Arbeitsdirektors nicht vom allgemeinen Boom des Internethandels profitieren und blieb im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 um 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Trotz des schwachen Starts zeigte sich Weitz für den Rest des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres optimistisch. Die Planungen gingen von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus, berichtete er. Dazu beitragen sollen eine höhere Handelsmarge, eine nachhaltige Reduktion der Ausgaben und ein besseres Management der Warenbestände. Ein Karstadt-Sprecher bestätigte die Zahlen.

In der Karstadt Warenhaus GmbH sind die 83 "normalen" Warenhäuser der traditionsreichen Essener Warenhauskette zusammengefasst. Sie gehören dem Investor Nicolas Berggruen. Die drei Premium-Warenhäusern - KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München - sowie die Karstadt-Sporthäuser sind in eigenen Gesellschaften zusammengefasst. Sie befinden sich inzwischen mehrheitlich im Besitz des österreichischen Investors René Benko. (dpa/rw)