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29.01.1999 - 

Kauf von Netzequipment ist Vertrauenssache (Teil 2)

Kauf von Netzequipment ist Vertrauenssache (Teil 2) Noch führt Notes im Markt für Netzapplikationen unangefochten

MÜNCHEN (CW) - Ähnlich wie bei der Hardware zählen beim Kauf von Netzsoftware eher weiche Entscheidungsfaktoren. Spezielle technische Features sind den Anwendern dabei oft weniger wichtig als zum Beispiel Service und Zukunftssicherheit.

Die CW-Schwesterpublikation "Network World" untersuchte die wichtigsten Player im Netzmarkt nach qualitativen Aspekten. So standen bei der Bewertung der Unternehmen Kriterien wie Produktportfolio, Marktstellung Allianzen etc. im Vordergrund (siehe CW 3/99, Seite 27).

Wegen seiner Marktstellung bewertet die Fachzeitschrift Lotus als den wichtigsten Player im Segment der Netzwerk-Applikationen. Allerdings ist diese Einschätzung mit einem dicken Fragezeichen versehen. So wollen beispielsweise die Gerüchte, wonach die IBM- Tochter das nächste Microsoft-Opfer sein könnte, nicht verstummen. Diesen Spekulationen gibt die Firmenpolitik von Lotus noch zusätzlich Nahrung: Warum will das Unternehmen etwa die Entwicklung von "Notes/Domino for Netware" einstellen? Um Microsoft zu helfen, mit Windows NT endlich Netware aus dem Rennen zu werfen?

Ungeachtet dieser offenen Fragen sprechen aber zwei Punkte für Lotus: Die bislang unangefochtene Marktführerschaft (siehe Grafik) sowie die umfassende Groupware- beziehungsweise Workflow- Funktionalität von Notes.

Während es im Groupware-Segment einen klaren Marktführer gibt, kämpfen im Bereich Netz-Management noch zwei Unternehmen darum: Computer Associates und Tivoli Systems. Keiner der beiden Konkurrenten weist eindeutig Vorzüge gegenüber dem anderen auf. Für CA und die Management-Plattform "Unicenter" spricht beispielsweise, daß das Unternehmen viel Energie in den Aufbau eines Kundendienstes investiert. Zudem verfügt die Company über gute Distributionskanäle, die ihr das Bundle mit Mainframe- Software etc. erlauben. Für Tivoli spricht dagegen der automatische Helpdesk sowie das kürzlich erworbene Know-how durch den Zukauf von Software Artistry. Allerdings hat Tivoli mit dem "Tivoli Enterprise Framework" seine Zukunft auf eine einzige Karte gesetzt. Sollte das Projekt scheitern, könnte das Unternehmen in Schwierigkeiten kommen.

Eindeutig ist dagegen die Situation im Bereich Netzsicherheit. Hier dominiert zur Zeit Network Associates das Geschehen. Die aus dem Merger von McAfee und Network General entstandene Company verfolgt beim Thema Netzsicherheit erfolgreich das Geschäftsmodell von Microsoft: mit günstigen Komplettpaketen einen Massenmarkt und damit Umsatz zu erzeugen. Zudem hat das Unternehmen mit Dr. Solomon''s im August letzten Jahres einen weiteren Konkurrenten aufgekauft. Allerdings droht der Company durch Unternehmen wie Internet Security Systems, die mit dem Internet groß geworden sind, Gefahr.