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RFID-Pilotprojekt mit Siemens Business Services

Kaufhof testet Transponder

04.07.2003
MÜNCHEN (CW) - Die Kaufhof AG hat ein Pilotprojekt auf Basis der Radio-Frequency-Identification(RFID-)Technik begonnen. Seit 1. Juli erproben drei Standorte die Nutzung von Transponder-Etiketten vom Lager bis zur Kasse.

In Zusammenarbeit mit dem Bekleidungsunternehmen Gerry Weber und mehreren IT-Anbietern testet das Unternehmen den Einsatz von RFID-Technik in seinem Lager Neuss-Norf sowie im Galeria-Kaufhof in Münster und der Niederlassung in Wesel. Damit will der Einzelhandelskonzern Erkenntnisse über die Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Weiterentwicklung der Transponder-Technik sammeln. Laut Wilfried Kanzok, Leiter Logistik Zentrale Funktionen, in dessen Bereich das RFID-Projekt läuft, soll die Technik dazu beitragen, die Steuerungsprozesse im Lager zu automatisieren und die Bestandsführung in den Filialen erleichtern.

Seit 1. Juli werden alle Gerry-Weber-Textilien, die für den Verkauf in den Filialen in Münster und Wesel bestimmt sind, bei dem Logistikunternehmen Meyer & Meyer in Osnabrück mit RFID-Tags versehen. Diese Etiketten beinhalten neben dem üblichen Speicherchip und der Antenne auch eine Komponente zur Warensicherung. Sowohl beim Logistikdienstleister als auch im Lager und beim Wareneingang der Niederlassungen wurden RFID-Schleusen installiert, an denen eine automatische Mengenerfassung und -kontrolle erfolgt. Im Verkaufsraum können Mitarbeiter für Inventuren den Artikelbestand mit mobilen Lesegeräten erfassen. "Ein parallel dazu an den Regalen angebrachtes Lesesystem erlaubt es außerdem, Bestandsbewegungen zu erkennen", erklärt Kanzok die Möglichkeiten in den Verkaufsräumen, die deutliche Potenziale zur Kostenreduzierung eröffnen sollen. Auch an den Kassentischen sind Lesegeräte installiert, womit der Kassiervorgang beschleunigt werden soll. Dort entfernt das Verkaufspersonal die RFID-Tags von den Kleidungsstücken. Damit seien Probleme mit dem Datenschutz ausgeschlossen, so Kanzok.

Die Auswertungssoftware von Siemens Business Services (SBS) wurde über entsprechende Schnittstellen an die Netze von Kaufhof und Meyer & Meyer angebunden. "Dort laufen alle Bewegungen der RFID-Tags zusammen und können dann im Hinblick auf Laufzeitverhalten und Sendungsverfolgung ausgewertet werden", erläutert Kanzok.

Das Projekt läuft im Rahmen der Metro Group Future Store Initiative, einer strategischen Kooperation von Metro Group, Intel, SAP und rund 40 weiteren Partnern aus der IT-, Dienstleistungs- und Kosumgüterindustrie. An dem Kaufhof-Projekt sind neben den Siemens-Sparten SBS und Automation and Drives (A&D) unter anderem Philips, das Fraunhofer-Institut und das EHI Handelsinstitut beteiligt. Der Testbetrieb ist auf drei Monate angelegt. (rg)