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Untersuchung über Strategien der DV-Hersteller aus Nippon:

Kaum Erfolge der Japaner auf dem US-Markt

27.08.1982

LONDON (cmd) - Bis zum Ende dieses Jahrzehnts ist die japanische Computerindustrie angesichts ihrer Technologie und ihrer Kapazität für die IBM die einzige ernst zu nehmende Konkurrenz. Zu diesem Ergebnis kommt die International Planning Information Inc., London, (IPI) in ihrer jüngsten Studie "The Japanese Computer Thrust: The Next 10 Years".

Zur Begründung führt IPI drei Tendenzen in der DV-Branche an: Die europäischen Mainframer seien bereits heute aus dem Rennen, die amerikanischen Mainframehersteller orientierten sich zunehmend an den IBM-Standards, und die übrigen größeren US-Unternehmen konzentrierten sich auf den Bereich Büroautomation und Kommunikationssysteme.

Zur Zeit befinde sich die japanische DV-Industrie allerdings in einer Konsolidierungs- und Reorientierungsphase. Seit den späten siebziger Jahren sei der US-Markt ihr Hauptziel gewesen, Probleme mit der Software, dem Vertrieb und dem Marketing behinderten aber die Aktivitäten aus Nippon beträchtlich. Mit Ausnahme einiger weniger Produkte sei daher der japanische Marktanteil in den USA kaum erwähnenswert. Für die nächsten fünf Jahre erwartet IPI, daß die Unternehmen aus Nippon sich gegen die IBM verteidigen und zugleich ihre überseeischen Vertriebskanäle ausweiten werden.

Die Studie analysiert eingehend die Strategien der japanischen Hersteller und der Regierung, die laufen den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, den heimischen Markt sowie die künftige Produktentwicklung in Nippon.

Bei der Optoelektronik, der Halbleitertechnologie, den Sprach- und Bildverarbeitungstechnologien und der Anwendung künstlicher Intelligenz in neuen Computerarchitekturen gewännen die japanischen Unternehmen mehr und mehr an Boden. Dies gelte insbesondere für die Entwicklung der "Fünften Rechnergeneration".

Die mit umfangreichen Mitteln der Regierung geförderte Entwicklung der Optoelektronik werde darüber hinaus die japanischen Hersteller in die Lage versetzen, die auf dieser Technologie basierenden Produkte schneller zu vermarkten als die Konkurrenz in den USA und in Europa.

Mit Hilfe von ausgewählten Vertriebs- und Kooperationsvereinbarungen würde sich die japanische Industrie auch auf den Märkten der Dritten Welt zu einer ernsthaften Gefahr für die US-Hersteller entwickeln.

Insgesamt kommt IPI allerdings zu dem Ergebnis, daß die "Japanische Drohung" weit überschätzt werde und die Unternehmen aus Fernost auch in Zukunft kaum in der Lage seien, den US- oder Dritte-Welt-Markt zu beherrschen.

Die Studie kostet 895 Pfund und ist zu beziehen über Daniel Sik, Director European Operations, IPI, 134 Holland Park Avenue, London W 11 4UE, Tel.: 01/2 21 09 98 oder 2 21 65 01.