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23.01.1997 - 

Kommentar

Kein Bedarf für 56-Kbit-Modems

Auf den ersten Blick klingt das Angebot der Amerikaner, endlich Daten per Modem mit ISDN-Geschwindigkeit zu übertragen, ja verlockend. Doch beim zweiten Hinsehen entpuppt sich die neue Technologie für den professionellen Anwender als eher uninteressant. Denn was nutzt es bei der LAN-zu-LAN-Koppelung, wenn die Daten in die eine Richtung mit digitalem Tempo jagen, in die andere aber mit analoger Geschwindigkeit bummeln.

Im Consumer-Bereich liegt die Vermutung nahe, daß die neue Modemgeneration aus zwei Gründen nicht unbedingt der Renner des Jahres wird. Zum einen dürfte das Gros der Power-User nämlich bereits mit digitalen 64 Kbit/s (ISDN) durch den Cyberspace surfen. Auf der anderen Seite steht die bescheidene Leistung mancher Online-Dienste hierzulande - statt Datenströme liefern sie nur kümmerliche Rinnsale.

Dagegen hat die neue Modemtechnologie im ISDN-Entwicklungsland USA durchaus ihre Daseinsberechtigung. Hier hat der Anwender dank des Wettbewerbs unterschiedlicher Carrier mit verschiedenen ISDN-Implementierungen zu kämpfen und kann von einem flächendeckenden Angebot wie in Deutschland nur träumen. Zumal dort beim Thema ISDN sicherlich, wenn auch nur unterbewußt, nationale Ressentiments mit im Spiel sind. Vielen Amerikanern war es nämlich schon immer ein Dorn im Auge, daß die ISDN-Technologie von Europäern entwickelt und geprägt wurde.