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17.08.2001 - 

Ehemalige Centura Software steht vor dem Aus

Kein Erfolg mit mobilen Anwendungen

MÜNCHEN (as) - Dass es derzeit ein Wagnis ist, die gesamte Firmenstrategie auf das Geschäft mit mobilen Anwendungen zu setzen, musste jetzt das traditionsreiche Unternehmen Centura Software erfahren. Es steht vor der Schließung.

Anfang des Jahres hatte Centura Software seinen Unternehmensbereich "E-Business" samt Mitarbeitern und Filialen für 20 Millionen Dollar an Platinum Equity veräußert. Dabei hatten auch die eingetragenen Firmennamen "Centura Software" und "Gupta" ihren Besitzer gewechselt. Da Platinum entschied, bekannte Produkte wie "Centura Team Developer" oder "SQL Base" weiter unter der Marke Centura Software zu vermarkten, benannte sich das ehemalige Centura-Stammhaus wenige Wochen nach dem Deal in Mbrane um.

Die Strategie des seit 1984 bestehenden Softwareherstellers hieß von da an mobile Anwendungen, für deren Entwicklung die Integrationslösung "Touchpoint" angeboten wurde. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus. Vielmehr ist in einem von Chief Executive Officer Scott Broomfield auf der Website veröffentlichten Brief zu lesen, dass ein Ende des Unternehmens durchaus möglich sei, sofern nicht noch ein Geldgeber oder Teilhaber gefunden werde.

Im Desaster von Mbrane spiegelt sich laut Ralf Gronkowski, zuständig für das Business Development in Deutschland, die derzeit schwierige Lage im noch jungen Markt für mobile Anwendungsentwicklung wider: "Alle Anbieter generieren kaum Umsatz, denn viele potenzielle Kunden sind längst noch nicht davon überzeugt, dass sie mobile Anwendungen wirklich brauchen, zumal Anbieter den von ihnen versprochene Return on Investment bisher nicht belegen können." Außerdem sei die momentan erhältliche Integrationssoftware meist noch wenig erprobt oder befinde sich gar noch im Teststadium. Komme schließlich ein Projekt zustande, das durchschnittlich Kosten von mehreren hunderttausend Dollar verursacht, dann müssten sich die Hersteller auf lange Sales-Cycles von neun bis 15 Monaten einstellen und könnten so in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Sein Unternehmen sei an der geschilderten Marktlage und einer massiven Kapitalnot gescheitert.