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20.10.2008 - 

CW-Kolumne

Kein grüner Aktionismus

Gebetsmühlenhaft wiederholen IT-Hersteller, was Anwender in Sachen Green IT tun sollten. Ein paar Beispiele:

  • Sanieren Sie Ihre IT-Landschaft. Bauen Sie neue Rechenzentren, die Energiezu- und -abfuhr perfekt regulieren. Kaufen Sie zukunftsfähige Kühlanlagen sowie Server- und Speichersysteme.

  • Lösen Sie Ihre Desktops ab und setzen Sie auf Thin Clients und Notebooks. Flachbildschirme und Multifunktionsgeräte sind Pflicht, letztere sind in der Herstellung effizienter als Einzelgeräte.

  • Nutzen Sie Ihr vorhandenes Equipment besser aus, indem Sie Virtualisierungssoftware einsetzen.

Gäbe es den Klimawandel nicht, die IT-Industrie müsste ihn dringend erfinden. Doch bei allem Druck seitens der Hersteller: Anwender sollten kühlen Kopf bewahren! Immerhin stellen Sie hier in Sachen Infrastruktur die Weichen für viele Jahre.

"Aber die Umwelt kann nicht warten", werden Kritiker einräumen, und sie haben natürlich Recht. Aber die wachsende Energieverschwendung durch IT hat viele Ursachen, auf die Unternehmen nur zum Teil Einfluss haben. Tag für Tag laden Abermillionen Menschen Videos bei Youtube herunter, lassen ihre Funknetze ununterbrochen senden, konsumieren via Internet Radio und TV, chatten und telefonieren über das Netz rund um den Globus und treiben sich stundenlang in Communities oder virtuellen Welten herum. Im Hintergrund laufen die Prozessoren und Speicherplatten heiß.

Hinzu kommt der fahrlässige Umgang mit IT-Geräten, die bei vielen Anwendern oft tagelang ununterbrochen im Stand-by-Modus laufen - aus Unkenntnis über den Verbrauch, aber auch aufgrund ignoranten Nutzerverhaltens.

Im ungehemmten Konsum liegen die wirklichen Ursachen für den weltweit dramatisch gestiegenen Stromverbrauch in der IT. Die meisten Unternehmen können mit ihren Rechenzentren daran nicht viel ändern. Hier ist, genau wie beim Fliegen oder Autofahren, die Vernunft jedes Einzelnen gefragt.