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13.08.1976

Kein MIS ohne Soll-Vorgaben

Nach der Euphorie damals kam die große Ernüchterung. Was hatte, man in "Computer-Gläubigkeit" nicht alles von Managemnt-Informationssystemen erwartet: Integrierte Datenverarbeitung, Verknüpfung der wichtigsten Operations- und Planungsdaten aus allen Unternehmensbereichen - generell die Bewältigung der immer größer werdenden Komplexität der Management-Aufgaben.

"Statt dessen stellte sich heraus, daß das Angebot an Hardware, Datenbank-Software und Abfrage-Sprachen längst nicht genügte, um die Vision vom "Management by Knopfdruck" zu realisieren. Die Wirschaftskybernetik Iieferte schöne Theorien. In der Praxis jedoch stießen Systemanalytiker auf Patriarchen. Informationsbremser, Besserwisser und Geheimniskrämer, auf gordische Knoten in den Maschen kybernetischer Regelkreise. Meist bestand nicht einmal Klarheit darüber, welche Daten ein Management-Informationssystem liefern muß. Die Schuld am Debakel wurde - wie üblich - den Computerleuten zugeschoben.

Nachdem sich die MIS-Euphorie vergangener Jahre gelegt hat, ist jedoch das große Konzept eines betriebsumfassenden Management-Informationssystems keineswegs tot.

Neue Hardware und Software mit einem vielfach besseren Preis-/Leistungs-Verhältnis stehen heute zur Verfügung - speziell entwickelt für Datenbank-Management und Fernverarbeitungs-Dialogsysteme.

Der Engpaß auf dem Weg zum MIS ist heute nicht mehr wie noch vor etwa vier bis fünf Jahren die Computertechnik, sondern mangelndes Wissen über die Kommunikationsverknüpfungen in der Unternehmensorganisation - und nach wie vor bloße -Spekulation über den Informationsbedarf für Planungsentscheidungen. Der Schwarze Peter steckt nun beim Management.