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28.04.2000 - 

Kommentar

Kein Platz für Eitelkeiten

Der Verschmelzung von FhG und GMD kommt derzeit einer gefährlichen Gratwanderung gleich. Die GMD kann aufgrund ihrer staatlichen Abhängigkeit mehr oder weniger nur tatenlos zusehen, wie sie durch den Vollzug einer nur stümperhaft vorbereiteten Fusion in ihrer ureigensten Domäne, der Grundlagenforschung, massiv beschnitten wird. Das wäre zu vermeiden gewesen, hätte man dort schon früher nach alternativen Fremdfinanzierungsmodellen gesucht. Die FhG wiederum wird in einer "Vernunftehe" wahrscheinlich machtlos mit ansehen müssen, wie hochkarätige GMD-Wissenschaftler scharenweise in die USA abwandern, wo man in Sachen Grundlagenforschung gerade kräftig aufrüstet.

Ist das Finanzierungsmodell der FhG wirklich das Maß aller Dinge? Diese und andere Fragen wird sich die Bundesregierung gefallen lassen müssen. Mit Hilfe der Green Card ausländische IT-Spezialisten ins Land zu holen, andererseits durch ungeschicktes Vorgehen in der eigenen Forschungslandschaft eine Massenflucht einheimischer Experten zu provozieren - da passt einiges nicht zusammen. Deutschland benötigt beides: Das "Time-to-Market" der Wissenschaft und einen weltweiten Spitzenplatz in der Grundlagenforschung. Das Thema ist zu wichtig, um es zum Spielball persönlicher Eitelkeiten - wo auch immer - zu machen. Beate Kneuse