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19.06.1987 - 

Standardpaket reicht Hoechst UK nicht aus, aber:

Kein Support für SW-Einzelgänger

MÜNCHEN (CW) - Die britische Tochter der Hoechst AG, Frankfurt, fühlt sich von ihrem Software-Partner Management Science America international (MSA) im Stich gelassen. Grund: Das Systemhaus, eine Filiale der US-amerikanischen Incorporated, versagt seine Unterstützung für Standardprogramme, die der Anwender nach seinem Gusto verändert hat.

Am Ende Jahres erst läuft der Maintenance-Vertrag aus, den Hoechst UK, Hounslow/Middlesex, mit MSA über 12 000 Pfund abgeschlossen hatte. Die Software-Individualität des englischen Chemieunternehmens droht jedoch jetzt den Kontrakt zu sprengen. "Wir bezahlen an MSA, aber bekommen nichts dafür zurück", beklagt sich Peter Wiggins, Sprecher der Hoechst Information Systems. Die eingesetzten Verwaltungspakete "Accounts Payable" und "General Ledger" bereiteten Probleme, für die allein das Softwarehaus verantwortlich sei.

MSA kontert diesen Vorwurf mit dem Hinweis, daß Hoechst Veränderungen an der Software vorgenommen habe. Für "Fehler, die mit unserem System nichts zu tun haben, trifft uns keine Schuld", argumentiert Ulf Schiewe, Geschäftsführer der MSA Deutschland GmbH & Co OHG, Düsseldorf. Zwar verpflichte ein Maintenance-Vertrag das Unternehmen, das jeweils neueste Release zu liefern und zu implementieren. Wird allerdings das standardisierte Programm manipuliert, so entfällt die Vertragsgrundlage.

Warnend erläutert Schiewe: "Wir können Kunden natürlich nicht davon abhalten, Änderungen durchzuführen, aber empfehlen tun wir es nicht." Seine Erfahrungen aus der Praxis erhärten ohnehin nicht den Drang, Standardpakete individuell zu gestalten. "In der Bundesrepublik haben wir keinen derartigen Kunden." Und bei den weltweit 7000 MSA-Anwendern versucht das Unternehmen, Schwierigkeiten bei Release Wechseln vorzubeugen, indem es seine Zusammenarbeit bei Systemumformungen anbietet.

Ob sich Hoechst UK hier nicht auf eine Kooperation mit Management Science America einigen konnte, bleibt dahingestellt.