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11.01.1985 - 

IDC analysiert Markttrends bei Mikrocomputern:

Kein Wachstumsknick bei Mikrocomputern

MÜNCHEN (CW) - Unangefochten führt Commodore die Top-Ten der Hersteller von Arbeitsplatzcomputern mit 37 Prozent an. Obwohl schlechte Nachrichten in der letzten Zeit den PC-Markt überschatten, zeichnen die von IDC erhobenen Zahlen ein optimistisches Bild.

Die Zeit der schnellen, leichten Verkäufe scheint vorbei; das Angebot übersteigt die Nachfrage; die Gewinnmargen sinken; Konkurse und Produktionseinstellungen bei Herstellern gehören fast schon zur Tagesordnung. Zwar treffen diese Schlaglichter insbesondere auf den amerikanischen Markt zu, doch besitzt dieser eine gewisse Vorreiterfunktion für die anderen Märkte, die früher oder später in ähnlicher Weise reagieren werden. Ist der Traum vom der großen Geschäft mit "Kleinen Rechnern" schon ausgeträumt? Die von International Data Corporation (IDC) erhobenen Zahlen sowohl des gegenwärtigen Marktes als auch der zukünftigen Entwicklung spiegeln ein ganz anderes Bild wider.

Betrachtet man die Entwicklung der drei Hauptmärkte USA, Westeuropa und Japan zwischen 1980 und 1984, so kann von einem Wachstumsknick nicht die Rede sein. Die ausgelieferten Stückzahlen stiegen in diesem Zeitraum in den USA von 308000 auf 7567000, in Westeuropa von 134000 auf 3951000 und in Japan von 93000 auf 1439000. Auch die Prognosen für 1989 weisen keine Anzeichen für einen Einbruch auf (USA: 18691000, Westeuropa: 10285100, Japan: 4300000). Die USA werden demnach weiterhin ihre Spitzenstellung als stärkster Teilmarkt für Arbeitsplatzrechner behaupten.

Bei dem prognostizierten Wachstum wird es genügend Raum für eine ganze Anzahl von Anbietern geben, solange der Anteil der IBM nicht, wie etwa im Großrechnerbereich, zu mächtig wird.

Unangefochten beherrscht commodore das Feld der zehn fahrenden Hersteller. 3889000 Geräte decken 37 Prozent des installierten Bestandes ab. Mit jeweils rund 13 Prozent folgen Apple (1400000 Geräte) und Texas Instruments (1376000 Einheiten). IBM nimmt mit zehn Prozent (995800 Geräte) nach Sinclair, in deren elf Prozent nur 1150000 US-Installationen berücksichtigt sind, Platz fünf ein.

IDC zufolge ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich Big Blue auch in dieser Rangfolge weiter nach vorne schieben wird. Offen ist, ob IBM in absehbarer Zukunft Commodore den Rang als Nummer eins streitig machen kann. Nicht vergessen werden darf auch Apple, deren Macintosh - da erst seit Januar 1984 auf dem Markt - bei dieser Aufstellung noch nicht berücksichtigt wurde.