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10.09.2007

Keine Bange vor Flash-Speichern

Der Festplattenhersteller Seagate hat vor der wachsenden Popularität von Flash-Speichern keine Angst. Im Gegenteil: Der Hersteller freut sich auf stärkere Verkäufe von etablierten Harddiscs und kündigt jede Menge neue Produkte an.

Von Boris Böhles

Festplattenhersteller Seagate sieht in Flash-Speichermedien keine Konkurrenz zur etablierten Festplattentechnik und ist sogar überzeugt davon, dass durch den Einzug des Flashspeichers in bisher reine Festplattenregionen mehr herkömmliche Harddiscs verkauft werden. Dies klingt zunächst widersprüchlich, auf den zweiten Blick erschließt sich jedoch die Logik: Vor allem durch den steigenden Bedarf an Back-ups sei, so der Hersteller, die Existenz der mechanischen Festplatte gesichert. Ferner kämen Inhalte für mobile, flash-basierte Geräte von Desktops und Servern mit hohen Speicherkapazitäten, also vielen Festplatten. Außerdem bräuchten Anbieter wie Google, Yahoo oder Apple (iTunes) riesige Server für ihre wachsenden Medieninhalte.

IDC stützt diese These: Bis zum Jahr 2011 soll die Anzahl verkaufter Festplatten - trotz gleichzeitig wachsender Verbreitung von Hybrid-Laufwerken und Solid State Discs (reine Flash-Festplatten) - weiter kontinuierlich steigen und den Löwenanteil behalten: Von insgesamt mehr als 700 Millionen Datenträgern sollen dann knapp 600 Millionen herkömmliche Festplatten sein.

Neuheiten 2007 / 2008

Um diesem Trend gerecht zu werden, hat Seagate vergangenen Freitag als Neuheiten für Ende 2007 und Anfang 2008 folgende Produkte angekündigt: eine Notebook-Festplatte mit 250 Gigabyte Speicherplatz ("Momentus 5400.4"), die vierte Generation der "DB35"-Festplatten mit bis zu einem Terabyte Speicherkapazität für CE-Produkte wie Festplattenrekorder, eine neue Generation der "Maxtor-One-Touch"-Serie mit Software-Tools für Datenschutz, Back-ups und Wiederherstellungsfunktionen sowie ein leistungsstärkeres Serverlaufwerk ("Cheetah 15K.6") mit bis zu 450 Gigabyte Speicherplatz, 15.000 Umdrehungen pro Minute und einer im Vergleich zur vorherigen Generation um 28 Prozent erhöhten Datenübertragungsrate.

Außerdem kündigte der Hersteller nach eigenen Angaben das weltweit erste 3,5-Zoll-Laufwerk mit einer integrierten, hardwarebasierten Verschlüsselungstechnik an. Die "Barracuda-FDE (Full Disc Encryption)" nutzt dazu das AES-Verschlüsselungsprotokoll. Daten werden direkt auf der Festplatte verschlüsselt. Dies soll den Systemprozessor nicht belasten und so Performance-Verluste vermeiden. Zusätzlich kann der Zugriff auf die Harddisc per Pre-Boot-Passwort geschützt werden. Zudem lassen sich andere Authentifizierungsstufen wie Smart Cards oder Biometrie (etwa Fingerprint-Sensor) kombinieren. Laut Seagate bietet dieses System die höchste auf dem Markt erhältliche Sicherheit für Desktop-Daten.

Alle Neuheiten sollen im vierten Quartal 2007 oder Anfang 2008 erhältlich sein. Leider konnte der Hersteller für sämtliche Produkte noch keine Preise nennen.