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09.12.1983

Keine Beteiligung am PC-Massenmarkt geplant:MAI wieder in schwarze Zahlen zurückgekehrt

09.12.1983

FRANKFURT (VWD) - Mit einem Gewinn vor Steuer von drei Millionen Mark ist die MAI-Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 1982/83 (30.9.) wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im Vorjahr war bei der deutschen Vertriebstochter der US-Computerfirma Management Assistance Inc. (New York) wegen der starken Dollar-Festigung ein Verlust von rund vier Millionen Mark entstanden.

Für 1983/84 erwartet Geschäftsführer Gerd Mensing bei einer nochmaligen Umsatzausweitung von etwa 15 Prozent eine weitere Ertragsverbesserung. MAI Deutschland setzt dabei auf die neue Super-Mini-Serie 8000, die die Angebotspalette nach oben abrundet, sowie auf den Ausbau der Vertriebs- und Service-Sparten, der 1982/83 zu einer Aufstockung des Belegschaftsstamms um 50 auf über 470 Mitarbeiter führen soll.

Im Geschäftsjahr 1982/83 hat sich der Gesamtumsatz von MAI-Deutschland um 17 Prozent auf 121 Millionen Mark erhöht. Die von der US-Mutter bezogene Hardware ist daran mit unverändert 63 Prozent beteiligt, den Rest stellen die deutschen Software-, Kundendienst- und Dienstleistungsaktivitäten. Die im Berichtsjahr erzielte Steigerung des Auftragseingangs im reinen Systemgeschäft um gut 14 Prozent bezeichnet Mensing als zufriedenstellend in Anbetracht des noch immer härter gewordenen Wettbewerbs in der Computerbranche, der MAI erneut Preiszugeständnisse in der Größenordnung von sieben bis acht Prozent abgefordert hat. Die Zunahme des Bestelleingangs im Oktober und November dieses Jahres wird mit 30 Prozent angesetzt, ist jedoch stark durch das Angebot der neuen Systemfamilie bedingt.

Am Massenmarkt der Personal- und Heimcomputer will sich MAI nicht beteiligen. Das Unternehmen sieht seine Stärke vielmehr in den vom Super-Mini bis hinunter zu qualifizierten Mikrocomputern reichenden kommerziellen Marktsegmenten. Vom Gesamtumsatz werden etwa 25 Prozent mit Großanwendern bestritten. Weitere 60 Prozent entfallen auf 15 Zielgruppen vor allem im Mittelstand, auf die sich MAI in der Marktbearbeitung mit ausgefeiltem Software-Angebot konzentriert. Dazu gehören unter anderem Gruppen wie der Kfz-Handel, Ärzte und die steuerberatenden Berufe, aber auch der Krankenhausmarkt, wo MAI in seinem Angebotsbereich einen Marktanteil von 40 Prozent für sich reklamiert.

Der Auftragsbestand lag Ende September dieses Jahres mit 61 Millionen Mark um etwa drei Prozent über dem Vorjahresniveau und entspricht einer Installations-Reichweite von fünf bis sechs Monaten.