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03.05.1991

Keine DOS-SW verweigert mehr die Maus

MÜNCHEN (pi) - Jedes Programm läßt sich durch die Treibersoftware "Mousekey" mit de Maus bedienen, kündigt die Münchner Shamrock Software Vertrieb GmbH an. Das Produkt wird resident im Speicher de MS-DOS-Rechners geladen und unterstützt in Verbindung mit einem passenden Maustreiber sowohl den Textmodus als auch CGA-, EGA- und VGA-Modi. Dabei ist dem Anbieter zufolge keine Programmierung und Anpassung notwendig, mausfähige Anwendungen bleiben unberührt. Mousekey beansprucht im RAM etwa 2 KB und ist B standteil der Shamrock-Utility-Disk, die rund 100 Mark kostet. Bundesländern ist die regionale Zentrale in Berlin mit Standorten in Rostock, Schwerin, Magdeburg, Potsdam, Halle, Erfurt, Dresden, Leipzig und Chemnitz. Wie betont wurde, hat der Siemens- Konzern über 20 Projekte in Ostdeutschland in Angriff genommen. Mehr als eine Milliarde Mark will man dort innerhalb der kommenden zwei Jahre investieren.

Rund die Hälfte der geplanten Aktivitäten sollen im Land Sachsen stattfinden. In Dresden will der Münchner Elektronikkonzern zusätzlich zu den Kooperationen mit der Computer, Elektronik Dresden GmbH (hervorgegangen aus dem ehemaligen Robotron-Stammbetrieb Elektronik Dresden) und dem Software- und Systemhaus Dresden (Gemeinschaftsunternehmen der SNI und der Robotron-Projekt Dresden GmbH) das osteuropäische Engagement konzentrieren.

Siemens engagiert sich in Ostdeutschland

Neben Betriebsteilen der Nachrichtenelektronik Leipzig

will Siemens die Kabelwerke Meißen GmbH und die Kabelwerke Schwerin GmbH mit insgesamt 2700 Beschäftigten übernehmen. Akquisitionen stehen darüber hinaus auch in anderen neuen Bundesländern zur Disposition. So übernimmt der Bereich Verkehrstechnik der Siemens AG die WSSB Signaltechnik GmbH in Ost-Berlin, die unter dem Namen WSSB Verkehrstechnik GmbH fortgeführt wird. Die CVU Computer-Vertriebs-Union Berlin GmbH (früher: VEB Robotron-Vertrieb Berlin) wiederum hat mit dem Bereich Automatisierungstechnik der Siemens AG ein Abkommen unterzeichnet, das den Vertrieb von Zeiterfassungssystemen einschließlich Software und Beratung zum Inhalt hat.

Positiv war auch die Einschätzung der IBM Deutschland GmbH zur künftigen Rolle Leipzigs als Messestadt. Joachim Dieckow, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit für die neue Region Ost, betonte gleich zu Messebeginn, daß sein Bekenntnis zu Leipzig augenblicklich "grenzenlos" sei. Das Unternehmen präsentierte im Rahmen der Fachmesse Elektrotechnik, Elektronik unter dem Slogan "IBM Deutschland - Partner für den Mittelstand" seine Kooperationspartner in den neuen Bundesländern in der Halle 15. Auf 24 Segmenten des Standes zeigten autorisierte Partnerunternehmen ihr Leistungsspektrum. Vertreten waren unter anderem die Ahlbrand Datensysteme GmbH, Chemnitz, die Dresden Informatik GmbH, die Datenverarbeitungszentren Neubrandenburg, Halle, Suhl und Potsdam sowie die Häussler Bürosysteme GmbH aus Dresden. Mit dem vorgestellten Equipment von "mini bis maxi" wurden unterschiedliche Anwendungen insbesondere für Bereiche aus Wirtschaft und Technik vor allem auf Basis von PS/2-Modellen und der AS/400 vorgestellt.

IBM will mit AS/400 neue Akzente setzen

Die IBM hat nach eigenem Bekunden in den neuen Bundesländern inzwischen ein relativ geschlossenes Netz von Handels- und Vetriebspartnern einschließlich der insgesamt sieben Niederlassungen in Anpassung an die derzeitige und absehbare Entwicklung aufgebaut. Im Rahmen dieser zweifellos noch nicht abgeschlossenen Neuorganisation wurden 1990 besondere Akzente auf die Einführung und Etablierung der AS/400 vor allem im öffentlichen Dienst, in Handel und Industrie gesetzt, um erste wesentliche Grundbedürfnisse zu befriedigen. 1991 wollen die Stuttgarter den Ausbau des AS/400-Geschäftes forcieren, die Migrationsprogramme von ESER zu ESA fortführen, Systemkonzepte für die Einführung der /390-Architektur entwickeln und nicht zuletzt Qualifizierungsarbeiten mit Schwerpunkten in der Informationstechnik und Betriebswirtschaft fortsetzen. Eingeräumt wurde dabei aber, daß die vielschichtigen Strukturbrüche in den neuen Bundesländern die Absatzentwicklungen behindern. Insgesamt sehe man jedoch der künftigen informationstechnischen Infrastruktur in Ostdeutschland mit Optimismus entgegen.

Im Bereich der Fachmesse Elektrotechnik, Elektronik waren unter anderem auch AEG, ABB, Bosch, Commodore, Epson, Hewlett-Packard, Philips, SEL sowie SGS Thompson mit aktuellen Produkten und Anwendungslösungen trotz der CeBIT vor Ort und bekundeten damit ihr Interesse für Leipzig als Messestandort. Auch diese Unternehmen sind neben Firmen aus Westeuropa und Fernost in den neuen Bundesländern bereits in unterschiedlicher Weise aktiv. Nicht zuletzt ostdeutsche Betriebe engagieren sich im Prozeß der Organisation von Niederlassungen oder Vertriebsstätten.

Im DV-Bereich weht ein scharfer Wind

Einmal mehr bekundeten die anwesenden Robotron-Nachfolger ihren Willen, auch unter marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem teilweise veränderten Angebotsprogramm zu bestehen. Eingeräumt wurde dabei, daß besonders im Bereich der Büro- und Datentechnik ein scharfer Wind wehe, was den Start in die Marktwirtschaft erschwere. Für Robotron-Betriebe und die im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik tätigen ostdeutschen Firmen gilt nicht zuletzt daher die Kooperation mit einem westlichen Partner nach wie vor als Garantie für das Überleben.

Die Robotron Automatisierungstechnik GmbH Weimar (früher Rationalisierungsmittelbau des Kombinates Robotron) bot in Kooperation mit der Robert Bosch GmbH (Geschäftsbereich Industrieausrüstung, Baueinheiten, Montagetechnik), Waiblingen, zum Beispiel Bosch-Ausrüstungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen, darunter flexible Montagesysteme einschließlich Informationstechnik, an. Die Robotron Elektronik GmbH, Zella-Mehlis (einst VEB Robotron-Elektronik Zella-Mehlis), wirbt unter dem "alten" Markennamen "Cellatron" bereits seit einiger Zeit für ihre Produkte. In Leipzig wurden nicht nur Festplattenspeicher, Kommunikationssysteme, Schreibmaschinen und Drucker gezeigt, sondern auch PC-Systemlösungen und Zutrittskontroll-Systeme aus dem eigenen Hause.

Durchbruch trotz Schwierigkeiten

Die in Leipzig erläuterte Unternehmensstrategie, die unter anderem auch den Vertrieb von Produkten westeuropäischer Geschäftspartner umfaßt, verheißt trotz zugegebener Schwierigkeiten einen Durchbruch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen.

An der Seite der Ad. Strüver KG, Hamburg, unterstreicht auch die Robotron Anlagen GmbH, Leipzig, die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit mit westlichen Partnern. Im Zentrum des gemeinsamen Angebotes stehen unter anderem Anlagen und Aggregate für eine unterbrechungslose Stromversorgung der DV-Anlagen oder Strom für die Nachrichtentechnik. Die Robotron Anlagenbau GmbH gliedert sich in die Geschäftsbereiche Umweltschutz-, Medizin- und Sicherungstechnik, Robotron-Business Systems sowie Robotron Consult.

Nicht für eine Teilnahme in Leipzig entscheiden konnte sich die Robotron Büromaschinen, fabrik AG, Sömmerda (früher: VEB Robotron-Büromaschinenwerk "Ernst-Thälmann"). Das Thüringer Werk unterhält unter anderem Vertriebspartnerschaften mit NCR (elektronische Registrierkassen) sowie mit Mannesmann-Tally, Philips und Fujitsu. Der Betrieb schätzt seine Zukunftsaussichten relativ optimistisch ein. Der Umsatz in den alten Bundesländern soll von bisher 20 auf 40 Prozent erhöht werden, die Umsatzerwartungen für 1991 liegen bei rund 600 Millionen Mark.

Allerdings halten die Verantwortlichen für ein erfolgreiches weiteres Bestehen eine erneute drastische Reduzierung der Beschäftigtenzahl und die Abtrennung nicht-zentraler Betriebsbereiche für unabdingbar. Durch eine dezentrale Organisationsstruktur auf Basis einer detaillierten Produkt- und Marktstrategie will das Unternehmen zudem eine Erhöhung des technologischen Niveaus der Produkte sowie die Erschließung neuer Märkte realisieren. Die Schwerpunkte der derzeitigen Produktpalette liegen vor allem bei PCs, Druckern und elektronischen Bauteilen. Nach einer völligen Privatisierung gegen Ende 1992 glaubt man, sich sogar für eine Aktienemission entscheiden zu können.

Schwere Zeiten für die Chip-Produzenten

Vor einem Neubeginn stehen die Bauelementehersteller aus dem ehemaligen Kombinat Mikroelektronik. Bedingt durch den unübersehbaren Rückstand der Mikroelektronik-Industrie der früheren DDR, insbesondere in den Bereichen DRAM-Speicher- und Mikroprozessorbau, haben vor allem die Hersteller von Leistungselektronik leiden müssen. Zwar wird anerkannt, daß ihr Leistungsniveau durchaus mit dem westlicher Anbieter vergleichbar sei. Dennoch ist der Weg dieser und anderer Chip-Produzenten in die Marktwirtschaft steinig, so daß sie nach hilfeleistenden Westpartnern intensiv suchen. Das Werk für Fernsehelektronik GmbH, Berlin, Spezialist für die Entwicklung und Produktion von Optoelektronik auch in vergangenen DDR-Zeiten, präsentierte Weiterentwicklungen unter anderem auf dem Gebiet der Lichtemitter-Siebensegment-Anzeige und LED-Matrizen sowie Lasermodule für Anwendungen in der Meßtechnik.

Betriebe sollen zusammengefaßt werden

Das Werk für Fernsehelektronik war bereits Ende 1990 aus dem Verbund der PTC-Elektronik AG (hervorgegangen aus der Leitung des Kombinates Mikroelektronik Erfurt) ausgeschieden. Darüber hinaus besteht die Absicht, die ehemaligen Betriebe des Kombinates die Ermig GmbH Erfurt, die Halbleiterwerk GmbH Frankfurt/Oder und die Mikroelektronik Neuhaus GmbH - zusammenzulegen, um durch eine Konzentration der Kräfte in den Bereichen Chip-Fertigung, Montage und Vertrieb den Fortbestand vorhandener Kapazitäten zu sichern.

Speziell die Halbleiterwerker aus Frankfurt/Oder sehen darin eine Chance, zumindest einen kleinen Teil der Mitarbeiter weiterbeschäftigen zu können. In Leipzig stellte man unter anderem Analog/Digital- und Digital/Analog-Wandler, LS-TTL-Logik- und Schlottky-Interface-ICs sowie das ASIC-Programm vor. Die Mikroelektronik Neubaus GmbH war mit Polarisations-Multischaltern und Leistungsschaltern vertreten, während das in eine Holding, in die PTC Elektronik AG, umgewandelte Kombinat Mikroelektronik Erfurt als Consulting-Unternehmen für die gesamte Produktpalette der ihm noch unterstellten Betriebe warb. Zu diesen zählen neben der Erfurter Ermig GmbH und dem Halbleiterwerk Frankfurt/Oder auch Uhrenhersteller aus Glashütte und Weimar sowie die Elektronische Bauelemente GmbH Ruhla.

Zweifellos hatten die Messeveranstalter in diesem Jahr die Schwerpunkte auf die technische Messe gesetzt, die in vier Fachbereiche gegliedert war: Werkzeugmaschinen und Werkzeuge, Großanlagen und Metallurgie, Elektrotechnik und Elektronik sowie Industrie und Zulieferungen. Ergänzt wurde sie durch zusätzliche Angebotsbereiche wie Verkehrstechnik/Logistik oder Wissen/Technologien.

Das Programm der Werkzeugmaschinen-Messe kann dabei als durchaus einzigartig in Deutschland bezeichnet werden. Auf rund 30 000 Quadratmetern boten international renommierte Werkzeugmaschinen-Produzenten wie Gildemeister, Krupp-Vidia, Pittler, Trumpf, Matra-Werke oder Schenker eine breite Palette von Spitzenerzeugnissen an. Vertreten waren aber auch Werkzeugmaschinenbauer aus den neuen Bundesländern, nämlich aus den ehemaligen Kombinaten Heckert Chemnitz und 7. Oktober Berlin. Die Schweizer Firma Schenker Maschinen AG stellte eine Weltneuheit vor: einen Hochleistungs-Federwindeautomaten für die Herstellung von rechts- und linksgewickelten Druck-, Zug- und Formfedern im Drahtbereich von 0,1 bis 0,8 Millimeter. Das Modell sollte eigentlich erst auf der Pariser EMO vorgestellt werden. Für die vorgezogene Präsentation in Leipzig konnte jedoch eine Ausnahmeregelung erwirkt werden.

Entflechtung voreilig und ohne Konzept

Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wurde aber einmal mehr deutlich, daß der ostdeutsche Werkzeugmaschinen-Bau, dessen Tradition insbesondere in Sachsen bis hin in die Vorkriegszeit reicht, zu voreilig und ohne strategisches Konzept entflochten worden ist. Der völlige Zusammenbruch des Ostmarktes und die wenig optimistischen Erfolgsaussichten auf eine schnelle Veränderung der gegenwärtigen Situation verlangen besonders hier nach regulierenden und koordinierten Maßnahmen. Arbeitskräfteabbau, Beseitigung von Zahlungsschwierigkeiten, Privatisierung und die Suche nach geeigneten Westpartnern zählen daher zu den gegenwärtigen Aktionszielen der Branche.

Die Suche noch seriösen Kapitalgebern

Während das ehemalige Werkzeugmaschinenkombinat 7. Oktober aufgelöst worden ist und sich die einstigen Betriebe selbständig auf den Weg in die Marktwirtschaft begeben, wurde das Heckert-Kombinat Chemnitz in die Prisma-Werkzeugmaschinen-Gesellschaft mbH mit derzeit 13 Beschäftigten umgewandelt. Ziel der Holding ist es nach den Worten ihres Geschäftsführers Gerhard Scheurell, die noch in der Holding verbliebenen Betriebe bei ihrer angestrebten Privatisierung zu unterstützen und dabei der Treuhandanstalt akzeptable Verhandlungskonzepte vorzuschlagen, seriöse Kapitalgeber zu finden und möglichst wenig Arbeitskräfte in den Betrieben zu entlassen. Wie es hieß, laufen gegenwärtig Verhandlungen über den Erwerb der Eltec-Steuerungsbau GmbH, Vorrichtungsbau Weißenfels GmbH sowie der Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH Meuselwitz durch westliche Firmen.

Aus dem ehemaligen Heckert-Kombinat Chemnitz waren in Leipzig unter anderem die Betriebe Union Sächsische Werkzeugmaschinenfabrik Gera, Maschinen- und Eisengießerei Meuselwitz, Heckert-Chemnitzer Werkzeugmaschinen, Rawema Industrieanlagen Chemnitz sowie Mikromat Dresden vertreten. Aus dem Ex-Kombinat 7. Oktober stellten unter anderem die Betriebe Modul GmbH Chemnitz und Schleifmaschinenwerk GmbH Chemnitz aus. Gezeigt wurden verschiedene Spezialmaschinen. So war bei Mikromat Dresden eine Waagerecht-Präzisions-Bohr- und -Fräsmaschine mit vier Achsen und einer CNC-Steuerung "Sinumeric 800", bei der Modul Chemnitz GmbH unter anderem die Wälzmaschine PM 406 mit PC-Steuerung als Gemeinschaftsentwicklung mit der Firma Pfauter, Ludwigsburg, zu sehen. Kennzeichnend für die in Leipzig ausgestellten Werkzeugmaschinen war, daß diese nunmehr durchgehend mit intelligenter Steuerungstechnik westlicher Hersteller ausgerüstet sind. Wie auf der Messe verlautete, werden derzeit etwa 50 Prozent Siemens-Steuerungen und 50 Prozent Heidenhain-Steuerungen verwendet. Darüber hinaus sei jedoch ein leichter Trend in Richtung Fanuc-Steuerungen erkennbar.

Über das maschinentechnische Equipment hinaus boten ostdeutsche Firmen auch spezifische Anwendungslösungen sowie Planungs- und Projektierungsleistungen an. Zu diesen Betrieben zählte die Gerfema, Gesellschaft für Rationalisierung, Forschung und Entwicklung im Maschinenbau mbH (vormals: Forschungszentrum des Werkzeugmaschinenbaus im Heckert-Kombinat). Ihr Angebotsspektrum reicht von werkstattorientierten CNC-Programmiersystemen bis hin zur Ausarbeitung betriebsindividueller CIM-Konzepte.

Trotz der zum Teil unklaren Auftrags- und Finanzierungslage sehen so gut wie alle der auf der Leipziger Messe befragten ostdeutschen Unternehmen Überlebenschancen und Möglichkeiten für eine schrittweise Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Störend auf die geschäftlichen Aktivitäten wirke sich vor allem das noch ungelöste Problem der Altschulden sowie der teilweise schwierige Umgang mit der Treuhandanstalt aus. In einigen Fällen wurde die Vermutung laut, daß Privatisierungsbemühungen von der Holding blockiert würden.

Kritisiert wurde zudem das Verhältnis zu Zulieferern aus den alten Bundesländern. Diese, so der Tenor, verlangten nicht nur Vorkasse, sondern verkauften auch zu stark überhöhten Marktpreisen. Festzuhalten bleibt, daß die politischen Entscheidungsträger eine koordinierte und gezielte Industriepolitik verfolgen müssen, die in Zusammenarbeit mit der Praxis den Weg zu akzeptablen, wirtschaftlichen und sozialen Infrastrukturen ebnet.