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Kienbaum legt Studie über Gehälter in der EDV vor


18.05.1990 - 

Keine großen Gehaltssprünge mehr beiden DV-Spezialisten

GUMMERSBACH (CW) - Die Gehälter in der DV-Branche stiegen von 1989 bis 1990 nach einer Untersuchung der Kienbaum Vergütungsberatung um durchschnittlich 3,5 Prozent; damit liegt der Zuwachs - wie in den Vorjahren - im Bereich des Normalen.

Die Gummersbacher Unternehmensberater werteten nach eigenen Angaben die Daten von rund 11 000 EDV-Mitarbeitern aus.

Spitzenverdiener ist demnach immer noch der Leiter Organisation und Datenverarbeitung, der auf durchschnittlich 140 000 Mark pro Jahr kommt.

Dieser Jahresverdienst setzt sich aus den Bruttomonatsgehältern, Weihnachts- und Urlaubsgeldern, variablen Extras wie Prämien, Tantiemen oder sonstigen Jahresabschlußvergütungen zusammen.

Zu den Besserverdienern zählen laut Studie der Leiter EDV mit durchschnittlich 119 000 Mark, die Leiter Programmierung und Leiter Rechenzentrum mit jeweils 106 000 Mark sowie der Leiter Datenbank (Datensicherung) mit 108 000 Mark. Schlußlichter in der Gehaltsskala sind die Datentypistinnen mit 42 000 Mark.

Die Vergütungsberater weisen in ihrer Studie darauf hin, daß vor allem Ausbildung, Berufserfahrung, Größe der EDV-Abteilung und Personalverantwortung einen entscheidenden Einfluß auf die Gehaltshöhe nehmen. So liege zum Beispiel beim Leiter Organisation und Datenverarbeitung das niedrigste Gehalt bei 60 000 Mark und das höchste bei 325 000 Mark pro Jahr.

Als auffälliges Ergebnis konnten die Kienbaum-Berater einen eindeutigen Trend zur Höherqualifizierung unter DV-Fachleuten ausmachen.

1987 gaben 41 Prozent der Anwendungsprogrammierer die mittlere Reife als höchsten Bildungsabschluß an, und nur 16 Prozent hatten eine Hochschule besucht. 1990 sind die EDV-Mitarbeiter mit mittlerer Reife auf 25 Prozent zurückgegangen und die Hochschulabsolventen bereits mit 28 Prozent vertreten.

Ein sogenanntes Nord-Süd-Gefälle im Einkommen ist in der EDV-Vergütung laut Kienbaum nicht zu erkennen. Eher lasse sich feststellen, daß die Gehälter in den bundesdeutschen Großstädten besser seien als in kleineren Städten und Gemeinden. Düsseldorf liege mit sieben Prozent über dem Durchschnitt, gefolgt von Köln und Stuttgart mit sechs Prozent.

Ferner stellten die Gehaltsspezialisten fest, daß ein Drittel aller EDV-Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt ist, sei es in Form von Tantiemen, Prämien oder Boni.

Bei den sogenannten nichtmonetären Zusatzleistungen steht nach Kienbaum die betriebliche Altersversorgung an erster Stelle. Fast 84 Prozent der DV-Spezialisten kommen in den Genuß einer solchen Firmenrente.

Dagegen beschränke sich die Vergabe eines Dienstwagens nur auf die Führungskräfte. Insgesamt verfügen lediglich 38 Prozent der Leiter Organisation und Datenverarbeitung über einen Dienstwagen.