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01.05.1998 - 

Gastkommentar

Keine Hits ohne Mainframes

01.05.1998

In der DV-Welt sind die Zombies unterwegs. Sie heißen Mainframes und sollten bereits tot sein. Von wegen: Weltweit werden 70 Prozent aller Transaktionen auf den Zentralrechnern ausgeführt, mehr als 80 Prozent aller Daten sollen sich nach wie vor auf diesen Systemen befinden. Und vor dem Hintergrund von Internet und Intranet eröffnen sich dem guten, alten Mainframe neue, nie geahnte Möglichkeiten: Nach Schätzungen der Meta Group werden Web-Browser schon bald zum dominierenden S/390-User-Interface. Intranet und Mainframe entwickeln sich derzeit zu einer ganz neuen DV-Landschaft. Da sollten wir uns zu einem selbstkritischen Rückblick aufraffen: Erst vor wenigen Jahren wollten die Experten dem Mainframe überhaupt keine Zukunft mehr gönnen. Client-Server hieß die Devise: Die lahmen Dinosaurier schienen reif zum Abschalten. Wer gegen die C/S-Euphorie in Erinnerung brachte, was heute wieder unbestritten als Vorzug anerkannt ist, galt als Maschinenstürmer. Lernen können wir daraus, daß es sich manchmal tatsächlich auszahlt, wenn man nicht gleich jedem bunten Wimpel hinterherläuft, sondern sich ein paar Bedenken erlaubt. Genau diese haben uns die Mainframes erhalten, ohne die aktuelle Hits wie Intranet, Extranet oder Electronic Commerce professionell nicht realisierbar wären. Keine Bange, die Enthusiasten, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um abseits ausgetretener Pfade etwas Neues auszuprobieren, sie werden natürlich immer gebraucht. Aber eben nicht nur sie. Und nicht jeder, der beim Auftauchen der ultimativen Neuentwicklung ein "Moment mal" anbringt, sollte deswegen schon als Bedenkenträger abqualifiziert werden.