Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.06.1986 - 

NCC enttäuscht viele DV-Manager:

Keine klare Linie bei Unix und OA-Lösungen

LAS VEGAS (CWN) - Mit leeren Händen mußten viele DV-Manager, die auf der Suche nach Office-Automation-Lösungen waren, von der National Computer Conference (NCC) nach Hause gehen. Nicht erklären ließ sich in Las Vegas auch die Frage, inwieweit Unix als anwenderorientiertes Betriebssystem geeignet ist.

"Für uns stellt sich das große Problem, wie wir uns künftig orientieren sollen", meinte beispielsweise Michael Travis, DV-Spezialist beim Forest Service des US-Landwirtschaftsministeriums im kalifornischen Berkeley. Die Behörde setzt Minicomputer der Reihe MV von Data General als Hostrechner für etwa 200 IBM PC ein. Travis war vor allem auf der Suche nach besseren Intregrationslösungen mit Mikrocomputern und Großrechnern. "Ich würde mir wünschen, daß mehr Unternehmen X.25-Produkte anbieten", meinte der DV-Praktiker weiter, "die Auswahl beschränkt sich aber leider nur auf Tymnet und Telenet."

Am College of Engineering and Applied Sciences der Arizona State University ist die Verknüpfung von Unix und netzwerkorientierten Systemen eine der Hauptfragen. Dazu William Lewis, Director of Engineering Computer Services: "Wir beschäftigen uns sehr stark mit dem Einfluß von Unix auf die Büroumgebung. Daß hier ein deutlicher Abwärtstrend besteht, ist außerhalb der Debatte. Es bleibt nur abzuwarten, wann sich diese Entwicklung auch in der breiten Praxis etabliert." In der Abteilung von Lewis werden derzeit rund 50 Mikrocomputer eingesetzt, die unter Unix oder MS-DOS laufen.

Bezüglich der Eignung von Unix für den Einsatz im Büro gibt es aber auch Gegenstimmen. So stellt Donald Sandberg, Systemanalytiker bei Philip Morris USA, nüchtern fest: "Alles, bloß nicht Unix."

"Unix ist viel zu kompliziert", meint auch Hans Puehse, Vice-President of Information Systems bei der Zenith Insurance Company. Anstatt sich mit Unix "herumzuärgern", wartet er lieber auf die neue MS-DOS-Version, die mit 640 KB RAM-Speicher aufwarten soll.