Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.10.1983

"Keine neuen Messen, damit sich die Lokalpresse die Hände wund klatscht"

Mit MMG-Chef Dr. Werner Marzin sprach Claudia Marwede-Dengg

- Die Systems ist unter anderem eine OEM-, eine Mikrocomputer- und eine Kommunikationsschau. Ist es eigentlich sinnvoll, alles unter einem Dach anzubieten?

Marzin: Wir gehen davon aus, daß wir für diese verschiedenen Bereiche nicht eigene Fachmessen dann anbieten müssen, wenn ein sinnvoller Verbund abnehmer- und anwendungsorientiert möglich ist. Es erweist sich bis heute, daß dieser Verbund von den Abnehmern honoriert wird.

Wir haben ja immer schon eine weitere Verbesserung und Vergrößerung der Besucherzahlen in den letzten Jahren ausweisen können und das wird insbesondere auch von der ausstellenden Industrie honoriert. Die Produktbereiche OEM, Mikrocomputer etc. sind in der Produktpalette der Industrie oft breit gestreut.

Bei einem Auseinanderreißen würde das bei vielen die Folge in sich bergen, daß sie mehrfach ausstellen müßten, auf mehreren Messen. Das heißt also, sowohl der Verbund im Interesse der kostensparenden Industrie als auch im Mehrfachinteresse der Besucher und Anwender hat sich bewährt und Anwender hat sich bewährt und wird uns auch sehr von der Industrie abgenommen. Wir gehen davon aus, daß man nicht nur zu dem Zwecke neue Messen schaffen sollte, damit sich etwa die Lokalpresse die Hände wund klatscht, sondern wegen der Sparsamkeit und der Überschaubarkeit beider Partner und es ist gut, daß das jetzt klappt.

Ich muß sagen, diese Probleme werden wir immer wieder betrachten müssen, weil sich bei einer weiteren Auffächerung und Spezialisierung durchaus immer folgende Frage stellt: Muß aufgegliedert werden? Muß neu formuliert werden, neu fomiert werden? Bis jetzt läuft das gut.

- Sie erteilen ja dem Messe-Gigantismus immer wieder eine Absage. Trotzdem läßt es sich ja nicht leugnen, daß auch die Systems immer größer wird. Was haben denn eigentlich Industrie und Besucher davon?

Marzin: Wir müssen davon ausgehen, daß wir, wenn wir einen Markt eröffnen, wenn wir ihn mit den Fachbeiräten thematisch abgrenzen und ein zulassungsfähiges Angebot und von den erwarteten Besucherzahlen her, dann auch verpflichtet sind, die Teilnehmer an diesem Markt, die, die teilnehmen wollen, auch aufzunehmen, solange wir es von der Kapazität her können.

Wir sind ja, wenn Sie so wollen, mit einer Messe jeweils Angebotsmonopolisten und haben die Verpflichtung, die Wünsche der Marktpartner zu erfüllen, solange wir das können. Wir haben in München eigentlich nur eine, wie ich meine, heilsame Grenze: Das ist die Hallenkapazität die bei uns eben irgendwo einmal nicht vergrößert werden wird und auch nicht vergrößert werden kann, wir liegen bei 105 000 Quadratmeter.

Mehr als 110 000 wird es hier nie geben, weil es gar nicht geht - und Gottseidank. Das ist aber nun wirklich keine große Größenordnung. Dann haben Sie also bei einer Belegung von 55 bis 60 Prozent der Bruttofläche nach Adam Riese 60 000 Quadratmeter netto maximal bei einer solchen Veranstaltung. Die sind begehbar und überschaubar und auch geistig verdaubar.