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22.10.1999 - 

Intels Bündnis für den schnellen Arbeitsspeicher zerfällt

Keine Unterstützung für Rambus - NEC stoppt Produktion

MÜNCHEN (CW) - Nach Samsung und Micron hat nun auch NEC die Produktion von Rambus-Speicherbausteinen bis auf weiteres aufgeschoben. Grund für diese Kehrtwende ist die erneute Verzögerung des für die RDRAM-Module nötigen Camino-Chipsatzes von Intel (RDRAM = Rambus Dynamic Random Access Memory).

Laut einem Firmensprecher fertigen die Produktionsanlagen in Schottland und Japan jetzt wieder die herkömmlichen SDRAM-Module (Synchronous Dynamic Random Access Memory). NECs Pläne, ab März nächsten Jahres zwei Millionen Rambus-Module im Monat zu produzieren, liegen damit auf Eis. Ursache der Misere sind die Verzögerungen rund um Intels Camino-Chipsatz, der für den Einsatz der Rambus-Speicher in PC-Systemen erforderlich ist. Bereits zweimal mußte der kalifornische Chipgigant die Auslieferung des Chipsatzes verschieben. Nach Angaben von Intel soll die Volumenproduktion Anfang nächsten Jahres beginnen. Die technischen Schwierigkeiten seien behoben. So gab es Stabilitätsprobleme, wenn alle drei Speicherbänke belegt waren. Intel empfahl, nur zwei Bänke zu bestücken, was die Speicherkapazität jedoch auf 512 MB limitierte.

Doch bei den Halbleiterherstellern hat der Prozessorriese seinen Kredit verspielt. Die im September von Intel geschmiedete Rambus-Allianz löst sich auf. Neben NEC haben auch Samsung und Micron die Produktion vorerst eingestellt. Einzig Toshiba fertigt noch Rambus-Module. Die sind allerdings nicht für den PC-Markt bestimmt, sondern werden in Sonys Playstation eingebaut. Somit hätten die Intel-Probleme keine Auswirkungen auf die eigene Produktion, erklärt Toshiba-Sprecher Kenichi Sugiyama.