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26.11.1993

Keine Unterstuetzung von Parallelverarbeitung Modulares Datenbankkonzept von Ingres zielt auf Grosskunden

MUENCHEN (CW) - Datenbankanbieter Ingres hat sein gleichnamiges Produkt einer umfassenden Ueberarbeitung unterzogen. Nach rund zwei Jahren Entwicklungstaetigkeit praesentiert das Unternehmen nun ein Kernprodukt mit zusaetzlichen Features und der neuen Bezeichnung "Open Ingres/Intelligent Database".

Die Produktfamilie, die in den USA noch ab Ende dieses Jahres Stueck fuer Stueck auf den Markt kommen soll, zielt vor allem auf Unternehmen mit grossen Datenmengen in verteilten Umgebungen. So kann das Produkt jetzt Datenbestaende bis zu 60 GB verarbeiten. Der modulare Aufbau soll zudem eine einfache Erweiterung des Funktionsumfangs ermoeglichen.

Nach Einschaetzung der CW-Schwesterpublikation "Network World" bietet Open Ingres mit einigen Verbesserungen im Netzwerkbereich und Features fuer verteilte Umgebungen zuwenig. Mit der fehlenden Unterstuetzung von Parallelverarbeitung habe das Unternehmen jedoch die Chance vergeben, zum Mitbewerb aufzuschliessen. Waehrend Oracle mit dem Parallel Server bereits ueber ein entsprechendes Produkt verfuege, haben Informix und Sybase wenigstens entsprechende Features angekuendigt.

Als hervorstechende Eigenschaft wertet der Brancheninformationsdienst "Computergram" die Ingres Management Architecture (IMA), die zum Datenbankprodukt selbst gehoert. Ueber eine SQL-Schnittstelle koennen Anwender jetzt mit Werkzeugen anderer Hersteller die Datenbankaktivitaeten online ueberwachen und verwalten.

Zu den Neuerungen von Open Ingres fuer Transaktionsverarbeitung in Client-Server-Umgebungen gehoeren die Module "Distributed Transaction Processing" (DTP) und "Enterprise Access to CICS/VSAM". Waehrend letzteres Modul den Zugriff auf die proprietaere IBM-Mainframe-Welt sichert, unterstuetzt DTP die offene XA-Schnittstelle von X/Open. Sie verbindet die Datenbank mit den Unix-Online-Transaktionssystemen CICS/6000 von IBM, Tuxedo von USL/Novell, Top-end von NCR und Encina von Transarc.

Fuer die Verwaltung von unstrukturierten Objekten wurde das Modul "Spatial Object Library" (SOL) geschaffen. Zusammen mit der "Object-Management-Extension"-Komponente koennen die Anwender damit Objekte wie Grafiken oder Videosequenzen bis zu einer Groesse von zwei GB verwalten. Es handelt sich offenbar um eine Funktion, wie sie Mitbewerber Informix unter der Bezeichnung Binary Large Objects (Blobs) bekannt gemacht hat und die trotz der Bezeichnung nichts mit objektorientierten Techniken zu tun hat. Neu sind schliesslich noch die ebenfalls als Module lieferbaren Anwendungsprogrammier-Schnittstellen (APIs) zu Windows- und Mac- Rechnern, mit deren Hilfe sich Client-Systeme einbinden lassen.