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09.05.1975 - 

DSS-Erfahrung der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft:

"Keine will mehr lochen"

BREMEN - Monatlich etwa 260 000 Positionen erfaßt die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG) mit dem Datensammelsystem Keyplex von Honeywell Bull. Die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Betriebe im Bundesland Bremen. Zu den Aufgaben des Unternehmens gehört die Bewirtschaftung der Anlagen für Stückgut- und Getreideumschlag, sowie der Passagierverkehr. Jährlich werden von der BLG rund 10 Millionen Tonnen Stückgut umgeschlagen.

Um die vielfältigen Transport-, Lade- und Lagerungsprobleme zweckmäßig und schnell erledigen zu können, bedient sich die BLG schon seit langem der Elektronischen Datenverarbeitung. Im BLG-Rechenzentrum in Bremen ist eine IBM Modell 370-135 installiert.

Täglich laufen einige Tausend Aufträge mit jeweils mehreren Positionen bei der Gesellschaft ein. Die Aufträge lösen wiederum jeden Tag eine noch größere Zahl von Dienstleistungen aus, die mit den Auftraggebern abgerechnet werden müssen.

Bei der Leistungsabrechnung werden die durchgeführten Aufträge positionsweise vorkontiert. So vorkontiert wurden die Daten bis vor zwei Jahren in Rechnungskarten gelocht.

Jetzt werden sie über das Keyplex-System 5500 auf Band gespeichert um dann auf der 370-135 verarbeitet zu werden.

Das Keyplex besteht aus einem Prozeßrechner H316, Magnetplatte, Magnetbandeinheit und Drucker. Die monatliche Miete für das System beträgt rund 13 000 Mark.

Unterschiedliche Formate

Einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Kartenlösung sieht Kurt Geiser, EDV-Leiter der BLG, in der formatfreien Erfassung: "Die Unternehmensaufgaben bringen es mit sich, daß wir mit unterschiedlich langen Datensätzen leben müssen."

Dem Keyplex-Benutzer stehen bis zu 999 Stellen je Eingabesatz zur Verfügung . "Früher mußten wir eben bei einem 90stelligen Satz eine zweite Lochkarte anlegen", erzählt Kurt Geiser, "heute kommen die Daten konzentrierter raus."

Ganz getrennt hat sich die BLG von der Lochkarte nicht. Wo es die Belegorganisation zuläßt, wird auch heute noch mit 80stelligen Sätzen gearbeitet. Dazu Geiser: Da bedienen wir uns eines Erfassungs-lnstituts in Bremen."

In der gesamten internen Datenerfassung gibt es nur noch zwei Locher: für die Programmierer.

Andere Arten über Keyplex erfaßter Belege sind die Arbeitszettel der Vorarbeiter und die Materialscheine.

Sie bilden die Grundlage für Kostenrechnung und Lagerbuchhaltung.

400 000 Lochkarten

Der heutige Datenanfall entspricht einer Belegmenge von rund 400 000 Lochkarten pro Monat. So wundert es nicht, daß die Keyplex Datentypistinnen mit der Arbeitserleichterung zufrieden sind.

"Ich würde keine mehr an einen Locher bringen", sagt Kurt Geiser.

Dem von DSS-Gegnern gern gebrauchten Argument, daß bei einer Störung der CPU oder der Platten des Systems die ganze Erfassung von dem Ausfall betroffen wird, kann Kurt Geiser mit Praxiszahlen begegnen: "Es ist in den zwei Jahren seit Installation praktisch erst einmal passiert, daß wir einen ganztägigen Ausfall hatten. Etwa zehnmal stand das System für ein bis zwei Stunden."

Und für den Fall, daß auch einmal Zeiten höherer Störanfälligkeit kommen können, hat sich die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft abgesichert: Ein Bremer Lohnservice hat sich vertraglich verpflichtet, im Notfall die Erfassungsarbeiten zu übernehmen.

Auch das ist erst einmal vorgekommen. So steht Kurt Geiser hinter der Entscheidung für das Honeywell Bull Keyplex: "Die Datenerfassung bei der BLG verlangt nach einer maßgeschneiderten Lösung. Wir können unsere Organisation nicht nach den Anforderungen eines bestimmten Systems zurechtschneiden. Flexibilität hat das Keyplex bewiesen. Das rechtfertigt den Mehrpreis gegenüber Sammelsystemen anderer Hersteller".

Information: HONEYWELL BULL GmbH, 5 Köln 1, Hohenstaufenring 62