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07.08.1981 - 

Vorteile von Report-Generatoren meist größer als die Nachteile:

Keine Zahlenfriedhöfe und längere Laufzeiten

NÜRNBERG (je) - Mehr Flexibilität für die Fachabteilung ist einer der entscheidenden Vorteile beim Einsatz eines Report-Generators. Dies stellt Manfred Wannemacher von der Nürnberger D.O.M. Datenverarbeitung GmbH fest. Er gibt jedoch auch zu bedenken, daß die Maschinenlaufzeiten länger werden, eventuell Datenschutzmaßnahmen zu treffen sind und durch unnötig viele Auswertungen der Fachabteilungen hohe Belastungen des EDV-Systems und der Speichermedien auftreten können.

Ein Report-Generator, erläutert Wannemacher, produziert Berichte, Listen und Formulare, die eine Fachabteilung sich auf den eigenen Bedarf abgestimmt zusammenstellen kann. Dazu seien weder Programmierkenntnisse notwendig, noch müsse die EDV-Abteilung in die Programmierung eingeschaltet werden. Aufgrund dieser Flexibilität könne die Fachabteilung beispielsweise Änderungen organisatorischer Art leichter verkraften.

Wannemacher: "Da keine Programmierung erforderlich ist, entfallen zeitraubende Rückfragen bei der Programmierabteilung, Verzögerungen, Mißverständnisse und Informationsverluste."

Vorteilhaft sei auch, meint Wannemacher, daß alle Auswertungen, die einmal definiert wurden, gespeichert und jederzeit - unter Verwendung der aktuellen Daten - wieder abgerufen werden können. Dadurch bleibe die Fachabteilung stets auf dem neuesten Informationsstand. Zudem bedeute es eine Erhöhung der Transparenz wenn die Fachabteilung Dateiinhalte komplett sichtbar machen und auswerten könne, jedenfalls soweit nicht bestimmte Felder durch einen Datenschutzmodul geschützt seien.

Die vergrößerte Selbständigkeit der Fachabteilungen wirke sich auch positiv auf die EDV-Abteilung aus, unterstreicht Wannemacher und verweist auf die eingesparten Entwicklungs- und Programmieranstrengungen, Rückfragen und nachträglichen Änderungen. Außerdem entfielen Wartung und Pflege einer Vielzahl von Auswertungs- und Berichtsprogrammen, sofern der Generator-Lieferant auch den Software-Support übernehme.

Die Programmierabteilung könne den Report-Generator aber auch selbst sinnvoll einsetzen, beispielsweise als Unterstützungsinstrument beim Entwurf von Listbildern, als Testinstrument für programmgenerierte Dateien (Transparentmachen des Dateiinhalts) oder als Unterstützung der Dokumentation (Ausdrucken der jeweils aktuellen Datei- und Ausgabesatzbeschreibungen). Aus der Sicht des Gesamtunternehmens definiert Wannemacher die Vorteile dieser Generatoren so: Sie helfen mit, die vielfach herrschende Knappheit der Programmierkapazitäten zu überwinden.

Spar-Richtlinien

Für viele Aufgaben wird keine Programmierung mehr benötigt; die Programmierer können sich den Aufgaben zuwenden, für die sie wirklich gebraucht werden. Der Informationsstand in den Fachabteilungen verbessert sich. Die Fachabteilungen arbeiten nur noch mit solchen Auswertungen, die sie selber entworfen haben. Die Berichte enthalten meist nur die wirklich benötigten Angaben, ein "Zahlenfriedhof" wird vermieden.

Nachteilig wirkt sich das Arbeiten mit einem Report-Generator nach Wannemachers Darstellung insoweit aus, als die erforderlichen Maschinenlaufzeiten die von "klassischen" Einzweck-Auswertungsprogrammen übertreffen. Dieses Mehr, schwächt Wannemacher ab, sollte aber im Hinblick auf zwei andere Faktoren nicht überbewertet werden.

- Es wird an anderer Stelle, nämlich bei der Entwicklung und Programmierung, beträchtlich Zeit eingespart.

- Die Fachabteilungen haben einen besseren Informationsstand als bei einer konventionellen Lösung unter Einbeziehung der Programmierabteilung. Dieser Vorteil ist zwar nicht quantifizierbar, sollte aber dennoch nicht außer acht gelassen werden.

Nachteilig ist auf jeden Fall auch eine unnötig hohe Belastung des EDV-Systems durch zu viele Auswertungen der Fachabteilungen, meint Wannemacher und erläutert: "Durch die höhere Selbständigkeit der Fachabteilungen besteht- zumindest theoretisch - die Gefahr, daß die Fachabteilungen zu viele Auswertungen und Berechnungen durchführen, die nicht tatsächlich erforderlich sind. Diesen Erscheinungen könnte aber durch organisatorische Maßnahmen, etwa durch eine Festlegung von Richtlinien für die Anzahl der Auswertungen, entgegengewirkt werden."