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21.01.2015 - 

Kampf der Aufschieberitis

Keine Zeit als Erfolgsprinzip?

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Wer keine Zeit hat, ist erfolgreich. Ist erfolgreich, wer keine Zeit hat? Dieser Frage geht Helmut König nach.

Erfolgreiche Menschen scheinen ihren Erfolgsfaktor über den Schlüssel Zeit zu definieren. Wer viel zu tun hat und wenig Zeit für seine Mitmenschen erübrigen kann, scheint erfolgreich zu sein. 14 Stunden Tage mit all den Auswirkungen auf die persönliche Lebens-Work-Life-Balance scheinen normal zu sein. Ist aber der, der keine Zeit hat, erfolgreich oder ist er nur schlecht organisiert? Wenn man genau hinschaut, findet man erfolgreiche und erfolglose Menschen, die über zu wenig Zeit verfügen. Man findet auch erfolgreiche und erfolglose Menschen, die Freiräume in ihre Zeitplanung einbauen können. Ist "keine Zeit" nur ein Ausdruck für einen Mangel an Organisation?

Menschen, die keine Zeit haben, verpassen Chancen, weil das Aktionsprinzip vom Agieren zum Reagieren gewechselt ist.
Menschen, die keine Zeit haben, verpassen Chancen, weil das Aktionsprinzip vom Agieren zum Reagieren gewechselt ist.
Foto: hans12 - Fotolia.com

Bloß keine Freiräume

"Keine Zeit; im Moment zu viel zu tun" ist eine gängige Aussage, die häufig zu hören ist. Wer über Freiräume verfügt, hütet sich, diese zuzugeben und verweist lieber auf einen vollen Terminkalender. Zu leicht könnte jemand auf die Idee kommen, dass man noch ein bisschen mehr Arbeit aufgehalst bekommen kann, da ja offensichtlich noch Reserven vorhanden sind. So wird der gut organisierte Mensch bestraft und das Resultat ist Demotivation, Frust und Burnout. In manchen großen Unternehmen hat man dies erkannt und belohnt das frühe Erkennen von Sackgassen in neuen Projekten. So wird viel Zeit und Geld gespart. Menschen, die keine Zeit haben, verpassen Chancen und Möglichkeiten, weil Vorgänge nicht mehr in Ruhe durchdacht werden können und das Aktionsprinzip vom Agieren zum Reagieren gewechselt ist.

Facette Zeitplanung

Über Zeitplanung wird immer schon viel geschrieben, gesprochen und trainiert. Zum einen sind da die Hilfsmittel, die zumeist organisatorischer Natur sind und helfen, den Tag zu planen. Da Menschen aber je nach Typ mehr oder weniger organisiert denken und handeln, brauchen sie hier Freiräume, um die für sie besten Instrumente auszuwählen. Was nützt es, wenn die modernsten Zeitplaninstrumente zur Verfügung stehen, aber nicht genutzt werden.

Wer die elektronischen Medien richtig nutzt, hat eine schnelle gut organisierte Zeitplanung. Ein bunt kreativ gestalteter Termin- Aktions- Ideenkalender erscheint vielen Menschen aufwändig, aber auch er ist ein Zeitplaninstrument. Entscheidend ist, dass Zeitplaninstrumente genutzt werden und auch ein bunter Kalender ist immer noch um vieles besser als keine Zeitplanung.

Der Mensch im Mittelpunkt

Der wichtigste Aspekt von Zeitplanung jedoch liegt in uns selbst und im Umgang mit unseren Mitmenschen. "Aufschieberitis" ist ein Phänomen, gegen das mittlerweile schon Lehrgänge angeboten werden. Unter Iversity.org kann man unter anderem den kostenlosen Kurs gegen das Aufschieben absolvieren. Hätteritis ist eine Verschwendung von Zeit. Vorwürfe, warum man etwas besser getan oder nicht getan hätte, ändern nichts mehr, es ist vorbei.

Eine grundsätzliche positive Einstellung zu dem, was man macht, ist das wichtigste Zeitplaninstrument. Eine täglich aktualisierte, mit Prioritäten versehene To-do-Listekombiniert mit dem persönlichen Arbeitsrhythmus ist dazu ein gutes Organisationsmittel. Menschen sollten dabei nicht für abgesessene Zeit bezahlt werden sondern für getane Arbeit.

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