Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.08.2001 - 

Organisation ist alles

Keine Zeit, müde zu sein

Thomas Simmons, Vorstandsvorsitzender der Novaville AG, schläft schon einmal weniger, um neben der Arbeit auch noch genügend Zeit für seine Tochter und seine Musik zu haben.

Bereits bei dem Entschluss, mich selbständig zu machen, wusste ich, dass es mit einer geregelten Freizeit wohl auf absehbare Zeit vorbei sein würde. Jürgen Semmler, Christian Herbold und ich haben dennoch im November 1998 mit der Gründung von Novaville diesen Schritt gewagt. Seitdem sind Arbeitszeiten von neun Uhr bis irgendwann nach 19 Uhr für uns Normalität. Häufig bin ich selbst überrascht, dass es schon wieder viel später ist, als ich vermutet hätte. Positiv empfinde ich, dass das Arbeitsklima bei Novaville auch in Stresszeiten freundschaftlich und produktiv ist.

Ich bin froh, dass ich mich um meine Tochter Josephine regelmäßig kümmern kann. An den Wochenenden bin ich deshalb hauptsächlich Papi. Dann pflege ich auch die Beziehungen zu meinen Freunden; unter der Woche habe ich dafür kaum noch Zeit. Es mag sich nicht so anhören, aber ich bin ein ausgesprochener Familienmensch, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit vielen Geschwistern aufgewachsen bin.

Mein "anderes Hobby" ist die Musik; ich spiele seit Jahren in einer Band. Wir treffen uns einmal pro Woche, wenn nichts dazwischenkommt. Wenn allerdings meine Vaterpflichten rufen, dann lasse ich eben die Musik Musik sein und verbringe die Zeit mit meiner Tochter. Manchmal versuche ich in solchen Situationen, weniger zu schlafen - bis zu einem gewissen Grad ist das kein Problem. Ein Glück nur, dass die Ereignisse der vergangenen Jahre so aufregend waren, dass für Müdigkeit gar keine Gelegenheit blieb. Wichtig ist für mich, dass Josephine so wenig wie möglich unter meiner Arbeit zu leiden hat - allein schon deshalb versuche ich, meinen Tag gut zu strukturieren.

Dazu gehört natürlich auch, dass die gesamte Belegschaft während der Stoßzeiten anwesend ist - außerhalb der Kernzeit können sich die Mitarbeiter ihren Arbeitstag selbst einrichten. Dieses recht flexible Modell funktioniert nur deshalb so gut, weil ich mich bei allen darauf verlassen kann, dass sie zu den wichtigen Terminen anwesend sind oder andernfalls gut informierte Vertreter ihre Aufgaben übernehmen. Kommunikation ist in einer Firma wie der unseren tatsächlich das A und O - kommt dann noch eine gute Organisation dazu, dann ist das mehr als die halbe Miete.

Protokoll: Kathi Seefeld

Kati Seefeld ist freie Journalistin in Berlin.