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Keine Zukunft mehr für COM

13.02.1981

BASEL (sg) - Der Einsatz von COM (Computer Output on Microfilm), also die direkte Ausgabe von Computerdaten auf Mikrofilm, ist immer dann zu rechtfertigen, wenn im Betrieb mit Computeranlagen ein außerordentlich hohes Papiervolumen im Output zu verzeichnen ist. Dies ist mit Sicherheit dann der Fall, wenn der Computereinsatz weitgehend stapelorientiert erfolgt.

Im Zeichen der dialogorientierten EDV kann jedoch nicht mehr erwartet werden, daß druckintensive Verarbeitungsläufe überhaupt noch konzipiert werden. Außer vielleicht aufgrund falscher Programmierung. Damit aber fällt die zuvor erwähnte Grundbedingung für den COM-Einsatz weg. Weiter ist zu bedenken, daß auch das Argument, daß das Wiederauffinden von Informationen mit Hilfe von COM einfacher und schneller als bei herkömmlichen Archivierungsmethoden ablaufen würde, nicht mehr allzulange zugkräftig bleiben wird.

Dem entgegen steht die technologische Entwicklung, welche vor allem dadurch gekennzeichnet ist, daß zunehmend höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten, größere externe Speicherkapazitäten sowie Anwendungen von Mikroprozessoren angeboten werden. Dies alles zusammengenommen gestattet es bereits jetzt, immer mehr Informationen zur ständigen Verfügbarkeit auf dem Computersystem zu behalten.

Die ungebremste Entwicklung immer größere Kapazitäten aufweisender neuer Datenträger, man denke etwa an die "Bildplatte", die die Abspeicherung und den Zugriff auf Computerdaten über Videotechnik von jedem Terminal aus ermöglicht, wird ein übriges dazu tun, das COM-Verfahren eines Tages überflüssig zu machen. Vielleicht zeichnet sich hierin ein vollständiger Technologiewechsel ab, dessen Auswirkungen in der gesamten EDV-Organisation noch nicht abzuschätzen sind.