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Weigang-MCS wird Schwester von Han Dataport


17.05.1991 - 

Kewill Systems übernimmt deutschen CIM-Spezialisten

FILDERSTADT (hv) - Das englische Beratungsunternehmen Kewill Systems mit Sitz in Walton-on-Thames hat die deutsche Weigang-MCS GmbH, Filderstadt, 9 zu 100 Prozent übernommen. Der schwäbische CIM-Spezialist war im vergangenen Jahr nach einer schweren Krise umstrukturiert und damit nach Angaben von Geschäftsführer Erich Korte "verkaufsfähig" gemacht worden.

Die Umstrukturierung, so Korte, stehe aber nicht in direktem Zusammenhang mit der Kewill-Übernahme. Der Weigang-MCS-Geschäftsführer spielt auf die zum Juli 1990 durchgeführte Reorganisation seines Unternehmens an, die seinerzeit beschlossen wurde, weil die bisherige Organisation gescheitert war und weil VAR-Partner Hewlett-Packard (HP) nachdrücklich Veränderungen forderte.

HP hatte im letzten Jahr damit begonnen, seine CIM-Partner in verschiedene Produktbereiche einzupennen, wobei den Filderstädtern der Zielmarkt "Eisen, Blech und Metall" zugewiesen wurde. Eine Konsolidierungsstrategie gemeinsam mit HP kam Weigang-MCS entgegen, war doch die bisherige Struktur, die Unterteilung des Unternehmens in mehrere regionale Gesellschaften, gescheitert. Nach der Übernahme durch Kewill will Weigang-MCS zwar seinen Vallue-Added-Reseller-Vertrag mit HP erfüllen, doch nach Angaben des Geschäftsführers könnte das CIM-Paket "Structura" in absehbarer Zeit auch auf anderen Plattformen angeboten werden.

Weigang-MCS, ein Unternehmen mit 120 Mitarbeitern, verzeichnete 1990 einen Umsatz von etwa 33 Millionen Mark etwa ein Drittel der Summe, die Kewill Systems umsetzte. Ein Großteil davon wurde mit der 600mal installierten CIM-Software erwirtschaftet.

Ausschlaggebend für den Merger mit dem englischen Consulting-Unternehmen Kewill, der sich als Spezialist für Produktionsplanung bezeichnet, waren nach Angaben Kortes die besseren Kooperationsmöglichkeiten mit dem CAD-Spezialisten Han Dataport, seit vergangenem Jahr ebenfalls eine Kewill-Tochtergesellschaft. Weigang-MCS hatte schon vor verjähren das CAD-Programm "CAD 400" von Han Dataport mit seinem Structura-Paket gekoppelt.

Derzeit arbeiten die Schwaben an einer neuen Client-Serverfähigen "Structura-Generation" unter Unix auf der Basis des Datenbanksystems Ingres. In diese Umgebung sollen langfristig auch die traditionellen Structura-Anwender überführt werden. Weil die Entwicklungskosten hier schon hoch genug seien, wolle man zumindest im CAD-Bereich "nicht noch einmal entwickeln, was bereits entwickelt war", so die Erläuterungen des Geschäftsführers.

Über die Konditionen der Übernahme bewahrt Korte Stillschweigen. Er könne nicht sagen, was Kewill mit den einzelnen Gesellschaftern - sechs an der Zahl - vereinbart habe.