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29.03.1996 - 

Werbung mit falschen Behauptungen

KHK bezeichnet Office Line faelschlich als 32-Bit-Software

"Stimmt", gibt Pressesprecher Christian Tennstaedt unumwunden zu. "Wir haben einen Fehler gemacht und werden die Werbung noch waehrend der Messe entfernen." Nach seiner Auskunft ist den Anwendern durch die irrefuehrende Aussage kein Nachteil entstanden.

Das raeumt auch Hans Duisenberg, Chef der Duisenberg EDV, Markgroeningen, ein, der von KHK die Unterlassungserklaerung erzwungen hat. Er bestaetigt, dass Office Line weitgehend den Funktionen des 32-Bit-Betriebssystems entspricht. Allerdings wird als Datenbank nicht Microsofts "Access 7.0", sondern die auf 16- Bit-Technik beruhende Version 2.0 eingebunden. "Bauernfaengerei" nennt Duisenberg daher die Werbung von KHK.

Die Softwerker wehren sich gegen den Vorwurf, mit Rosstaeuscher- Tricks Geschaefte machen zu wollen. Bei der Fertigstellung von Office Line habe Access 7.0 nur in einer instabilen Version vorgelegen. Daher sei die heutige Ausfuehrung von Office Line bezueglich der Datenbankanbindung wesentlich stabiler und schneller, als sie es mit dem 32-Bit-Access geworden waere.

Duisenberg erhebt aber noch weitere Vorwuerfe gegen KHK. So habe der Anbieter die Kaeufer mit einer CD-ROM-Ausgabe von "Euroline" getaeuscht, weil zumindest bei der ersten Version nicht darauf hingewiesen worden sei, dass es dafuer keinen Support gebe. Auch habe die Information gefehlt, dass die Anwender dieser Euroline- Variante von preisguenstigen Updates ausgeschlossen sind. Laut Duisenberg kostet der Release-Wechsel fuer die CD-ROM-Besitzer 1198 Mark, waehrend die anderen Kunden nur rund 300 Mark zu zahlen haetten.

Bei Duisenberg handelt es sich um einen KHK-Haendler, dem der Hersteller vorwirft, mit Methoden am Rande der Legalitaet das Vertriebskonzept unterlaufen zu haben. Daher habe man ihm vor mehr als drei Jahren den Vertrag gekuendigt.