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27.07.1990 - 

Erwartungen der Anwender waren zu groß

KI-Systeme der 90er gehen in Alltagsanwendungen auf

FRANKFURT (CW) - Wissensbasierte Systeme werden im Laufe dieser Dekade aus dem Blickfeld des Anwenders verschwinden, weil sie Bestandteil der allgemein gebräuchlichen Software werden. Diese Prognose wagt die Forschungs- und Beratungsgesellschaft SRI International, die ihren deutschen Sitz in Frankfurt hat.

Allerdings, so die Marktbeobachter, gibt es wachstumshemmende Faktoren, die diesen Prozeß aufhalten könnten: Es mangelt an qualifizierten Programmierern für KI-Software, an getesteten großen Expertensystemen, die erfolgreich eingesetzt werden, sowie an Echtzeit-Verarbeitungskapazität. Trotzdem prophezeien die SRI-Mitarbeiter das Ende eines separaten KI-Marktes.

Im Laufe der vergangenen Dekade fanden wissensbasierte Systeme nach Untersuchungen der Forschungsgesellschaft immer häufiger Verwendung im kommerziellen DV-Betrieb. Die Marktbeobachter registrierten in den 80er Jahren eine deutliche Steigerung kommerzieller Anwendungen, von der Diagnostik bis zur Prozeßplanung.

Trotz steigender Anwenderzahlen sind die Erwartungen in die Leistungsfähigkeit der Systeme zumeist nicht erfüllt worden. Allzu oft wurde laut SRI vergessen, daß wissensbasierte Systeme eine Methodik der Problemlösung und keine eigenständige Technologie darstellen.