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22.01.1999 - 

Kiefer & Veittinger jetzt hundertprozentige SAP-Tochter

Kiefer & Veittinger jetzt hundertprozentige SAP-Tochter Microsofts SQL Server 7.0 für R/3 künftig direkt aus Walldorf

22.01.1999
MÜNCHEN (IDG/bs) - Gemäß einem Lizenzabkommen können R/3- Kunden den "SQL Server 7.0" nun direkt von der SAP beziehen. Überdies erhöht das Unternehmen seinen Anteil an dem Vertriebs- und Marketing-Spezialisten Kiefer & Veittinger auf 100 Prozent.

Nach rund einjährigem Ringen gab SAP nun den Abschluß eines weltweiten Lizenzierungsabkommens mit Microsoft bekannt. Dieses erlaubt der SAP, Microsofts SQL-Server-Datenbank direkt an Kunden auszuliefern. Die Redmonder müßten nun beweisen, daß sich ihr Daten-Server als Enterprise-Datenbank eignet. Für die SAP bedeutet der Deal eine zusätzliche, wenn auch marginale Einnahmequelle, geben Analysten zu Protokoll. Hauptziel der Walldorfer waren nicht die bescheidenen Mehreinkünfte, sondern die Möglichkeit, Kunden ein Angebot aus einer Hand zu bieten, erklärte SAP-Sprecher Ralf Nitsch. Für die Datenbanken von Oracle und Informix existieren ähnliche Vereinbarungen schon seit geraumer Zeit.

Laut Henrik Klagges, Analyst bei Strategy Partners in München, ist dieser Vertrag sehr wichtig: "Zum einen steht jetzt der Preis fest, und Microsoft wird dadurch gezwungen, bestimmte Wartungs- und Produktgarantien für den SQL Server abzugeben." Ob die von SAP und Microsoft versprochene verbesserte Administration und Installation Anwendern allerdings Vorteile gegenüber anderen Produkten bringe, müsse sich im Praxisbetrieb erst beweisen.

Michael Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender der Plenum AG, sieht für den Einsatz der Microsoft-Datenbank als SAP-Daten-Server technisch keine Probleme: "Das Produkt ist funktional für R/3 völlig ausreichend." Die technische Mindestvoraussetzung für den Einsatz als SAP-Datenbank sei die Fähigkeit, Datensätze auf Zeilenebene sperren zu können - das sogenannte Row-Level-Locking. Dies beherrsche der SQL Server unterdessen.

Zum Aubau des Geschäfts mit Vertriebs- und Marketing-Software übernimmt die SAP die restlichen 20 Prozent von Kiefer & Veittinger (K & V).

Während in Walldorf steuerliche Gründe für die Komplettübernahme genannt werden, deutet der Schachzug laut Branchenkennern eher auf Schwächen in der Abstimmung zwischen der Entwicklung in Walldorf und Mannheim hin. Durch die 100prozentige Beteiligung solle die Synchronisation der Teams nun verbessert werden, vermuten Insider weiter.

Untermauert werden diese Einschätzungen durch Mitteilungen der SAP in den USA, wonach die Auslieferung der Produkte sich zwischen drei und sechs Monaten verschieben soll. Die Pilotapplikationen von "SAP Sales", "SAP Service" und "SAP Marketing" sollten dort ab dem vierten Quartal 1998 bereitstehen. Oguzhan Genis, zuständig für Marketing bei SAP Labs, bestritt die Verzögerungen: "Wir sind im Plan", erklärte er gegenüber der CW.