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09.02.1990 - 

Schwarzwälder MDT-Hersteller sucht auch finanzielle Verbindungen

Kienzle-Datentechnik: Allianz wird zu einer Überlebensfrage

DONAUESCHINGEN (bk) - Die Mannesmann Kienzle GmbH, Villingen-Schwenningen, sucht vehement nach Partnern. Mit Hilfe von strategischen Allianzen, die selbst finanzielle Bündnisse einschließen, wollen sich die angeschlagenen Schwarzwälder vor dem drohenden Aus im MDT-Geschäft retten.

"Keiner schafft es ganz allein - außer der IBM. Deshalb sind jetzt strategische Allianzen und Kooperationen gefragt." Mit diesen Worten machte Roland Mecklinger, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Mannesmann Kienzle GmbH, Villingen-Schwenningen, vor der Presse in Donaueschingen klar, welchen Weg der MDT-Hersteller künftig gehen will. Gesucht werden Partnerschaften für alle wichtigen Zielmärkte von Kienzle: Fertigungsindustrie (CIM), Handel und Dienstleistungen, Printmedien, öffentliche Dienste sowie Geldinstitute. Welche Partner für die angestrebten Bündnisse in Frage kommen, wollte der neue Mannesmann-Kienzle-Chef, der im Oktober vergangenen Jahres Norbert Szyperski abgelöst hatte, indes nicht verraten.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 1989 konnte die Unternehmensgruppe Mannesmann Kienzle einen Umsatzanstieg von 6,6 Prozent auf 1,732 (1,625) Milliarden Mark verzeichnen. Dabei schaffte die PCS Computer Systeme GmbH, München, seit Beginn dieses Jahres 100prozentiges Tochterunternehmen der Mannesmann Kienzle GmbH, mit 17,8 Prozent den größten Umsatzsprung, während sich die Schwarzwälder bei Computersystemen mit Steigerungsraten von 5,6 Prozent und bei der Druckerschwester Mannesmann Tally mit einem Anstieg von 7,8 Prozent zufrieden geben mußten. Nicht in Erfahrung zu bringen war jedoch, wie es um die Ertragslage von Mannesmann Kienzle steht. Mecklingers lapidarer Kommentar: "Wir haben ein positives Ergebnis."

Daß Mannesmann Kienzle dennoch auf wackeligen Füßen steht, gestand Mecklinger gegenüber der COMPUTERWOCHE ein: "In den kommenden zwölf Monaten muß sich einiges ändern, sonst sind wir weg vom Fenster." +