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05.02.1988 - 

Mannesmann-Tochter mit Geschäftsergebnissen zufrieden, aber:

Kienzle-Umsatz wächst nur sehr zögernd

DONAUESCHINGEN (bk) - Durchaus zufrieden ist die Mannesmann Kienzle GmbH, Villingen-Schwenningen, mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 1987. Erzielt wurde ein Umsatz von 1,4 Milliarden Marks, was einer Steigerungsrate von sechs Prozent entspricht. Damit liegen die Schwarzwälder allerdings weit hinter Mitbewerbern wie Nixdorf (plus 13 Prozent) zurück.

Den Großteil des Umsatzes im Bereich Datensysteme, nämlich rund zwei Drittel, erzielt Mannesmann Kienzle weiterhin im Inland. Für 1987 konnte das Unternehmen eine Steigerung von 17,5 Prozent verbuchen; der Auftragseingang stieg um 20 Prozent. Laut Gerd Stahl, Geschäftsführer Vertrieb und Service, fielen dabei vor allem die Installationen von Terminals und Belegverarbeitungssystemen bei Geldinstituten ins Gewicht. Sie nahmen um 33 Prozent zu. Dazu beigetragen habe aber auch der Sektor "Öffentliche Verwaltung und Großkunden" mit einem Absatzplus von 30 Prozent. Dagegen verlief das Auslandsgeschäft eher mager: Die Umsatzsteigerung belief sich auf lediglich 1,4 Prozent.

Stolz ist das Mannesmann-Kienzle-Team aber auf das Druckergeschäft. In den USA, so Stahl, sei der Absatz um 32 Prozent, in Europa um 8,5 Prozent gestiegen. Wie sich die einzelnen Wachstumsraten jedoch in konkreten Zahlen ausdrucken, war von den Württembergern nicht zu erfahren. Stahls lapidarer Kommentar "Die Zahlen werden erst in der Gesamtbilanz der Mannesmann AG genannt." Noch dürftiger waren die Auskünfte zur Ertragslage. Sie sei stabil, und Kienzle könne den Anspruch erheben, die stärkste Gruppe innerhalb des Gesamtkonzerns zu sein.

Die Präsentation der Geschäftsergebnisse erfolgte erstmals in dem neugegründeten Bildungszentrum für Informationstechnik (B.I.T.) in Donaueschingen. In dem Neubau, der auf einem 11000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet wurde und rund 10 Millionen Mark gekostet hat, sind seit Jahresbeginn alle Schulungs- und Seminaraktivitäten von Mannesmann Kienzle zusammengefaßt. Angeboten werden unter anderem Kurse zu den Grundlagen der Informationsverarbeitung, zur Computerintegration in Büro und Fertigung wie auch zum modernen Management. Zielgruppen sind DV-Manager, Analytiker, Programmierer, Sachbearbeiter und Techniker. Die Kurse, so Karl Breithaupt, Leiter des Bildungszentrums, werden von hauseigenen Dozenten abgehalten. Nur für das Verhaltenstraining engagiere man externe Fachleute.

Im Vorfeld der Hannover-Messe CeBIT '88 stellte Mannesmann Kienzle schließlich noch Produktneuheiten vor, die man in der niedersächsischen Landeshauptstadt der Öffentlichkeit präsentieren will. Dazu gehört unter anderem die Produktlinie 9300, die laut Hermann Kaiser, Leiter Internationales Marketing, sowohl für den Einsatz in mittelständischen Betrieben als auch für das Marktsegment, Großkunden konzipiert wurde. Das System läuft unter dem Betriebssystem MTOS und erlaubt den Einsatz vertikaler wie horizontaler Software sowie die Integration von Bürokommunikationsprodukten in die Anwendungen. Das System läßt sich auf 99 Arbeitsplatze ausbauen.

Neues Mitglied der Unix-Familie 2000 ist die Produktlinie 2600. Das System, OEM-Produkt der Münchener Tochter PCS, verfügt über 16 MB Hauptspeicher sowie 500 MB externe Speicherkapazitäten und bietet neben Unix V.3 auch die Programmsprachen Cobol 85, C, Fortran 77 und Pascal 2. Anschließbar sind bis zu 32 Arbeitsplätze. Darüber hinaus will Mannesmann Kienzle Erweiterungen des integrierten Bürokommunikationssystems "Kioffice" zeigen.