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15.02.1980 - 

Rigoroses Unbundling bei neuem Produkt:

Kienzles ABC-Computer gegen Software-Verluste

FRANKFURT - "Rigoroses Unbundling", so Kienzle-Geschäftsführer Dr. Gert Bindels, soll bei den Schwarzwäldern beenden, was branchenüblich ist: "Mit der Software Verluste zu erzielen." Ergo kassiert Kinzle bei seinem neuen, jetzt in Frankfurt vorgestellten Anwendungs- und Bedienungs-orientierten Einplatz-Computer ("ABC-Computer 9055") getrennt für Hardware, Betriebssystem, Anwendungssoftware, Installationsberatung und Schulung.

Der ABC-Computer 9055 wird einmal als platten- und bildschirmorientierter Dialog-Rechner für kleine und mittlere Unternehmen angeboten und außerdem in einer um einen DFÜ-Anschluß (V.24) und Floppy erweiterten Version als Rechner für dezentrale Organisationseinheiten.

Rund 50 000 Mark kostet die Zentraleinheit mit 192 KB (Grundversion, ausbaubar auf 256 KB), 2 mal 5 MB Magnetplatte und 240 Z/s- Drucker. Die Lizenzgebühr für das Betriebssystem "Busy" hat Kienzle auf 198 Mark festgesetzt und rund 350 bis 370 Mark monatliche Lizenzkosten hat der Anwender für das arbeitsfähige Applikations-Software-System "Carat 9055" auszugeben, das Fibu, Lohn- und Gehalt sowie Auftragsbearbeitung und Fakturier-Moduln enthält. Kosten je Modul zirka 60 Mark. Branchenüblich verlangt Kienzle 8,5 Prozent vom Kaufpreis als Wartungsgebühr.

Etwa 1000 ABC-Computer in diesem Jahr und 2000 im nächsten Jahr abzusetzen, nannte Bindels als Nahziel. A la longue wird jedoch "das ABC-Konzept entscheidend dazu beitragen, ob wir in Zukunft erfolgreich, mittelmäßig oder schlecht abschneiden". Und philosophisch ergänzt der Marketing-Stratege: "Wem dieses Konzept nicht aufgeht, dann meine ich, daß wir auf dem falschen Wege sind."

Jetzt schon ist Bindels klar, daß für Kienzle "Wachstumsfinanzierung bei konstantem Eigenkapital unmöglich ist". Noch weise die Familiengesellschaft mehr als vierzig Prozent Eigenkapital aus, doch die kritische Marke liege bei 35 Prozent. Bindels: "Wir sind für Kooperationen jederzeit offen."