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29.11.1985 - 

Neues Projekt an der Stanford University:

Kl soll zu Parallelverarbeitung führen

MÜNCHEN (CW) - Die meisten Konzepte zur Parallelverarbeitung gehen von der Konstruktion neuer, Ieistungsfähigerer Hardware aus. Die kalifornische Stanford University hat sich für ein anderes Lösungsmodell entschieden: Mittel zum Zweck ist hier die Künstliche Intelligenz.

Das Hauptproblem bei der Parallelverarbeitung, so konstatiert Teamchef Professor Edward Feigenbaum, sei nicht die Hardware, sondern die Software. Speziell die Organisation von Daten und Tasks gebe den Entwicklern Schwierigkeiten auf. Hier soll ein neues Projekt des Kl-Experten und seiner Kollegen Abhilfe schaffen: Sie setzen bei der Parallelverarbeitung auf den Einsatz von Prolog und Lisp.

Ziel des Experiments ist es, die Verarbeitungsgeschwindigkeit eines Rechners bis zu 1000mal zu erhöhen. Das wird, so glauben die kalifornischen Wissenschaftler, nicht auf einen Schlag möglich sein, sondern sich nur in mehreren kleinen Schritten realisieren lassen.

Kernpunkt des Stanforder Konzepts ist die Idee des "Blackboard". Bei dieser Technik geht es darum, durch Informationsaustausch eine "Kooperation" zwischen verschiedenen Expertensystemen beziehungsweise Wissensbasen herzustellen. So lasse sich eine ziemlich gute, wenn auch nicht vollständig gelöste parallele Verarbeitung erzielen. Kommentiert Professor Feigenbaum: "Wir müssen uns mit einem völlig neuen Stil der Expertensystementwicklung auseinandersetzen. Hier bietet sich das 'Blackboard'-Prinzip an."

Das in Stanford ausgetüftelte Konzept soll zunächst probeweise auf einem Symbolics-Rechner laufen. Bewährt es sich, ist der Einsatz in einem Netz von Symbolics-Maschinen geplant, wobei an jedem Knotenpunkt zwei Prozessoren sitzen.