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23.08.2002 - 

Pentium 4 langsamer als sein Vorgänger?

Klage gegen Intel, HP und Gateway

MÜNCHEN (IDG) - Eine Gruppe von PC-Besitzern in den USA hat Klage gegen den Chiphersteller Intel Corp. und mehrere PC-Hersteller eingereicht. Die Anwender fühlen sich betrogen, weil der Pentium-4-Prozessor nicht leistungsfähiger sei als sein Vorgängermodell Pentium 3 oder AMDs "Athlon".

Von der Klage betroffen sind neben Intel die PC-Hersteller Gateway und Hewlett-Packard (HP). Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten die Öffentlichkeit mit ihren Marketing-Kampagnen absichtlich getäuscht. Die Kläger sind überzeugt, dass es Anwendern keinen Vorteil bringt, wenn sie beispielsweise statt dem Pentium 3 einen Pentium 4 (P4) kaufen. Letzterer sei weniger leistungsfähig und langsamer als sein Vorgänger P3 oder AMDs Athlon.

Derzeit befindet sich das Verfahren im Schwebezustand, da noch nicht klar ist, ob es in die Zuständigkeit des Bundesstaates Illinois fällt oder der nationalen Rechtsprechung obliegt. Ungewiss ist auch noch, ob sich daraus eine Sammelklage entwickelt: Ausgehend von den hohen Verkaufszahlen des Pentium 4 halten es die Kläger für nicht praktikabel, dass sich alle Besitzer eines P4 der Klage einzeln anschließen. Schätzungen zufolge hat Intel seit der Markteinführung seiner neuesten Prozessorgeneration im November 2000 weltweit bereits mehr als 50 Millionen der Chips verkauft.

Die Klageschrift wurde bereits im Juni beim Third Judicial Circuit in Madison County im US-Bundesstaat Illinois eingereicht. Sie kam ans Licht der Öffentlichkeit, nachdem Unbekannte dem COMPUTERWOCHE-Schwestermagazin "PC World" eine Kopie der Anklageschrift zugespielt hatten.

Neutrale Benchmarks könnten Klarheit schaffen

Nach Meinung von Rob Enderle, Analyst bei der Giga Information Group, geht es den Klägern nicht um falsch angegebene Megahertz-Zahlen, sondern um die Leistung der Chips. "Solange sich der Markt an Megahertz-Werten orientiert und Intel diese korrekt angibt, hat das Unternehmen nichts zu befürchten", ist er sich sicher. Enderle selbst hält diesen Wert für irreführend, da die Hersteller keine neutralen Benchmarks benutzten, um die Leistung der Chips, aber auch eines gesamten PC-Systems darzustellen. (ave)