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23.06.2006

Klar und nachvollziehbar

Zum 1. Juli 2006 wird die Also Deutschland GmbH mit einem neuen Frachtkostenmodell starten. Fair und einfach nachvollziehbar soll es sein.

Von Beate Wöhe

Die Distribution müsse endlich aufhören, die Frachtkosten dazu zu benutzen, das Bestellverhalten ihrer Kunden zu ma- nipulieren oder darin andere Kosten zu verstecken. "Bei uns zahlt der Partner Frachtkosten, wenn ‚Frachtkosten‘ draufsteht und nichts anderes", sagt Also- Deutschland-Geschäftsführer Michael Dressen.

Bei Also gilt ab dem 1. Juli 2006: Von 0,5 bis 40 Kilo kostet die Paketfracht 4,90 Euro. Der zweite Tarif betrifft Paletten mit über 40 Kilo und liegt bei 19,90 Euro. Und das war‘s auch schon. So kann jeder Fachhändler die ihm in Rechnung gestellten Kosten einfach nachvollziehen. Bisher fielen für Bestellungen bei Also zehn Euro und bei elektronischen Orders 6,50 Euro an.

"Wir haben die unterschiedlichen Frachtsätze für elektronische und nicht elektronische Bestellungen aufgegeben", so Dressen. "Natürlich möchten die Distributoren, dass die Kunden elektronisch bestellen - auch wir. Der Punkt aber ist: Elektronisch oder nichtelektronisch macht bei der Fracht keinen Unterschied", bestätigt der Also-Chef.

Kundenmanipulation durch Kostenmodelle

Auch Modelle, bei denen der Kunde ab einer bestimmten Bestellgröße frachtfrei beliefert wird, sind nicht nachvollziehbar. "Große Bestellungen sind in der Abwicklung nicht unbedingt kostengünstiger als kleine", so Dressen. Die Idee dazu entstand vor einigen Jahren, um die Kunden zu größeren Bestellungen zu animieren. Aber bestellt ein Fachhändler zusätzlich Ware im Wert von ein paar hundert Euro, die er aktuell gar nicht braucht, nur um frachtfrei beliefert zu werden?

Solche Manipulationen fördern nach Ansicht von Dressen irrationales Verhalten auf Seiten der Kunden. "Die Distributoren müssen endlich erwachsen werden und die Dinge, die tatsächlich als Kosten anfallen, auch als solche weitergeben und nicht versuchen, zum Beispiel über solche Modelle die eigene Ordersituation zu optimieren."

Groß oder klein - alle sind gleich

Kein leichter Schritt. Auch innerhalb von Also habe es Diskussionen gegeben, ob das neue Modell bei allen Kunden durchzusetzen sei. Dressen sagt: Ja. "Es macht keinen Sinn, dass der kleine Kunde bezahlt und der große Kunde nicht." In Gesprächen mit Key- Account-Kunden sei natürlich der Einwand gekommen, dass Also im Prinzip zwar Recht habe, der Wettbewerb aber kostenfrei liefere. Hier steht dem Distributor noch Überzeugungsarbeit bevor.

Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen jedoch alle Kunden auf das neue Modell umgestellt werden. "Wir werden mit jedem unserer Partner über das neue Modell sprechen und sind davon überzeugt, dass wir auch jeden dafür gewinnen können."