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30.10.1998

Klare Gliederung als Messekonzept

Mit Manfred Lang, Leiter Diebold Management Institut und Mitglied des Messebeirats, sprach CW-Redakteur Hermann Gfaller.

CW: War die Messe ein Erfolg?

Lang: Ja. Das sehen Sie schon am Anstieg bei den Aussteller- und Benutzerzahlen.

CW: Vielleicht spekulieren die Aussteller, daß die Besucher aus Neugierde auf das neue Gelände kommen.

Lang: Natürlich sind Besucher wie Aussteller neugierig. Einmal hier, werden sie sehen, daß Riem die beste Infrastruktur für eine High-Tech-Messe bietet Ñ schon weil es das neueste Messegelände ist.

CW: Gerade bei der Technik hat es aber doch einige Probleme gegeben.

Lang: Das waren organisatorische Anlaufschwierigkeiten bei der Umsetzung der technischen Möglichkeiten. Es ist schließlich die erste Systems hier.

CW: Wie erklären Sie sich, daß die Messe an den ersten beiden Tagen ziemlich schlecht besucht war?

Lang: Der Montag war wirklich flau. Im vergangenen Jahr haben wir mit Sonderaktionen gelockt, die wir in diesem Jahr für unnötig hielten. Außerdem kannten die Besucher den Weg zum neuen Messegelände noch nicht. Die Verkehrsverhältnisse sind bislang noch nicht allzu günstig. Die U-Bahn wird das Gelände erst nächstes Jahr direkt anfahren. Am Dienstag ging wegen einer defekten Signalanlage zwischen acht und neun Uhr morgens keine S-Bahn. Deshalb kamen viele Besucher erst gegen Mittag hier an. Dafür kann man die Messe nicht verantwortlich machen.

CW: Wie groß ist der Einzugsbereich der Messe?

Lang: Die Systems hat den Ruf, daß hier neben dem süddeutschen Raum vor allem Österreich und Südtirol erreicht werden. Ich glaube aber, daß die Messe inzwischen deutschlandweit anerkannt ist. Dazu hat auch beigetragen, daß viele Konkurrenzveranstaltungen große Probleme bekommen haben beziehungsweise aufgeben mußten. Die CeBIT in Hannover glänzt dagegen mehr durch Größe als durch Qualität.

CW: Es fällt auf, daß wenig Firmen aus direkten Nachbarländern hier sind.

Lang: Das ist auch nicht das vordringliche Ziel. Wir konzentrieren uns auf die IT-Zentren wie die USA oder Fernost. Von dort haben wir inzwischen eine durchaus ansehnliche Beteiligung.

CW: Was zeigt die Systems, was die CeBIT nicht hat?

Lang: Die Systems ist thematisch gegliedert, sie hat im Gegensatz zur CeBIT klare Schwerpunkte. Was die technische Vielfalt anlangt, ist die CeBIT allerdings nicht zu übertreffen.

CW: Ist diese Gliederung wichtig?

Lang: Sie gibt Orientierung. Um ein Beispiel zu nennen: Wir haben heute eine Online-Halle, die aber im nächsten Jahr E-Commerce oder E-Business heißen wird. Sie sehen, wir tun viel, um auf der Höhe der Zeit zu sein.