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15.01.1999 - 

Klares Wasser tut dem Lachs und dem Informatiker gut

Klares Wasser tut dem Lachs und dem Informatiker gut Schweden lockt IT-Profis mit heiler Natur ins Land

LONDON (IDG) - Auch in Schweden herrscht Mangel an IT- Spezialisten. Um sie ins Land zu locken, startete die Stockholmer Personalberatung Arbetsformedlingen eine Anwerbungskampagne im Internet. Jana Sanchez-Klein, London, beschreibt die Aktivitäten.

Warum hat Schweden IT-Experten mehr zu bieten als andere Länder? Zu den Anreizen rechnet Personalberater Thomas Lind- qvist die überwältigend schöne Natur, reine Luft, sauberes Wasser, exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine gut entwickelte Infrastruktur. "Sogar mitten in Stockholm kann man Lachs fangen, und der braucht sehr sauberes Wasser", so Lindqvist.

Programmierer, IT-Manager, Vertriebsleute und Techniker sollen mit einer Web-Site aufmerksam gemacht werden, deren Links zu Personalvermittlern und anderen Betrieben führen, die den Kandidaten die Vorteile Schwedens schmackhaft machen. Unter www.welcome.to/stockholm.career.search erhalten Interessenten aus der IT-Branche Informationen zu Jobs, Unterkunft, sozialen Einrichtungen, Steuern sowie Arbeitszulassungen. Die Kampagne läuft im Auftrag der Hauptstadt Stockholm, wo etwa 75 Prozent der schwedischen IT-Unternehmen ihre Niederlassungen haben. So sind hier Betriebe wie Ericsson und Nokia auf der Suche nach Mitarbeitern.

Lindqvist ist sich klar darüber, daß es nicht leicht ist, Werbung für Stockholm zu machen, vor allem im Hinblick auf das Klima und die hohen Steuern. "Jetzt gerade ist es sehr kalt", gesteht er ein. "Aber der Sommer war phantastisch." Während des Winters herrsche im Norden Schwedens völlige Dunkelheit, in Stockholm sei es immerhin zwischen neun und drei Uhr hell.

Schwedische Steuern sind hoch

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern und den USA, die ebenfalls einen Mangel an IT-Spezialisten beklagen, sind die Steuern in Schweden hoch. "Wir erwarten keine erfahrenen, hochbezahlten Mitarbeiter, sondern in erster Linie junge Leute", sagt Lindqvist. Auch wenn er keine genauen Angaben zu den Verdienstmöglichkeiten machen kann, schätzt er die Bedingungen für Einsteiger als gut ein: "Wir hatten schon junge Mitarbeiter, die sich selbst weiterbildeten und auf 50000 Dollar pro Jahr kamen."

Viele ausländische Beschäftigte in Schweden stammen aus anderen europäischen Ländern oder aus Indien. Schwedisch brauche man in der Regel nicht zu lernen. Außer im technischen Vertrieb und Support werde generell Englisch gesprochen.