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17.01.1997 - 

Öffentliche Verwaltung/ Kommentar

Klarheit erwünscht

Profit-Center und beispielsweise eine Center-Erfolgs-Rechnung - warum sollte es die eigentlich nicht auch in der öffentlichen Verwaltung geben? Gibt es! Und spricht man darüber? Nicht in diesen klaren, am Controlling orientierten Worten und nicht der internen und externen Öffentlichkeit gegenüber.

Sind aber Arbeitgeber, also beispielsweise Stadtverwalter und Unternehmensberater, unter sich, so kommen solche privatwirtschaftlichen Termini immer häufiger unchiffriert auf den Tisch. Gerne ist dann auch von einem "internen Markt" die Rede, für den erst einmal eine ganze Reihe von Produkten zu definieren und zu entwickeln sind. Und mit diesen Erzeugnissen öffentlichen Diensteifers muß dann in den Wettbewerb gegangen werden, wohlverstanden den internen Wettbewerb und den externen. Soll heißen: Wenn die Leistung draußen billiger eingekauft werden kann, dann wird das in der Regel geschehen (eventuell mit Nachteilen für den nicht wettbewerbsfähigen internen Leistungserbringer).

Zugegeben, in mancher gemütlichen Amtsstube mag so mancher Beamte noch nie daran gedacht haben, daß er ein mehr oder weniger wettbewerbsfähiges "Produkt" erzeugt. Doch so weltfremd dürfte in diesem Land kein Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung mehr sein, daß man ihm solche Gedanken und die damit einhergehenden Veränderungen nicht zumuten könnte.

Wie schlechte Erfahrungen müssen Consulter und Verwalter gemacht haben, wenn sie - wie beim Erstellen dieses Schwerpunktes geschehen - saubere Beschreibungen derartiger Re-Engineering-Konzepte für städtische Betriebe zurückziehen müssen. Die Software-Industrie ist nun mal mehr an lobhudelnden Software-Einführungs-Stories interessiert, und offenbar fällt es ihr nicht schwer, sich im öffentlichen Bereich durchzusetzen.