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02.09.1983

Klartext bei Btx?

Dieter Eckbauer

Alle Jahre wieder präsentiert die Unterhaltungsbranche auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ihre großen und kleinen Novitäten. Heuer sollte die IFA die Erfolgsstory von Bildschirmtext (Btx) einleiten. Es kam bekanntlich anders. Was da jetzt als Übergangslösung läuft, hat- CEPT-Standard hin oder her- nicht mal den Charakter einer Test-lnstallation, dazu ist die Teilnehmerzahl zu gering.

Daß sich der neue Dienst durchsetzen wird, wie Btx-Kenner sagen, ist eine Selbstverständlichkeit, die freilich dadurch nicht falsch wird, daß sich die Bundespost als Dienstherr jeglicher Erfolgsprognose enthalten sollte. Es muß allerdings vermutet werden, daß weitere Verzögerungen eintreten. Und so können sich die Herren auf dem gelben Wagen, Kutscher Schwarz-Schilling und Beifahrer IBM, nicht länger um die Frage herumdrücken, was geschieht, wenn die Btx-Software auch zum zweiten Quartal 1984 nicht steht.

Klartext redete Klaus Anzinger von der Deutschen Krankenversicherung, Köln (siehe Seite 1), als er Btx mit dem ITS-Projekt der Deutschen Bundesbahn verglich. Bildschirmtext ist, unter Software-Entwicklungsaspekten gesehen, nicht eben einfach. Bislang haben es die IBM-Experten nicht geschafft, an die Rolle zu kommen (Radsport-Jargon). Insider glauben zu wissen, daß die Stuttgarter bereits erhebliche Umwege fahren mußten, um überhaupt im Rennen zu bleiben. Belegen läßt sich das freilich nicht.

Verantwortlich für den Implementierungsstau sind die Bundespost und IBM gleichermaßen. Es sieht so aus, als ob Btx-Anbieter wie Interessenten momentan keine Wunderdinge erwarten. Vor diesem Hintergrund könnte die IFA '83 Berlin durchaus für eine positive Überraschung auf dem Btx-Sektor gut sein. Daß Big Blue den Personal Computer (PC) als intelligentes Btx-Terminal ins Spiel bringt, deutet auf einen konzeptionellen Wandel hin. Bisher hatte man mehr auf ein Mainframe-orientiertes Design gesetzt. Tip für Berlin-Reisende: Man bespreche die Problematik mit den Ausstellern.