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Kleiderordnung

07.08.1987

Macht an sich - diese These stammt nicht von uns - ist schädlich, wenn sie nicht von einer Gegenmacht eingeschränkt wird. Die International Business Machines Corp. (IBM) muß damit leben, daß sie wegen ihrer schieren Größe und enormen Marktmacht im Notizbuch der Kartellbeamten verzeichnet ist. Wir wären nicht überrascht, wenn ein von der Demokratischen Partei gestellter US-Präsident das durch die Reagan-Administration niedergeschlagene Antitrust-Verfahren gegen die IBM wiederaufnehmen würde. Es würde uns überraschen, wenn die IBM überrascht wäre.

Worauf wollen wir hinaus? Nun, es ist nur sachgerecht, ständig auf diese Rampenlicht-Position der IBM hinzuweisen. Wir könnten uns natürlich auf den vermeintlich sicheren Boden der blauen Kleiderordnung zurückziehen und lediglich über Projekte, Produkte und Programme berichten. Möglich, daß wir dann mehr zustimmende Leserpost bekämen (siehe Meinungen: "Schwierigkeiten mit der IBM" und "Btx-Urteil"). Aber ein bißchen stolz sind wir schon, daß Mr. Eckbauer jederzeit im Zusammenhang mit kritischen Fragen, unter anderem zur IBM-Strategie für das System /38, zitiert werden kann. Und wir hoffen, daß sich Gegenkräfte, siehe Eingangsthese, in Form von starken IBM-Wettbewerbern und Anwender-Standards bilden.

Keineswegs ein Maßstab aus der Mottenkiste: der Ausstieg von RCA, General Electric, Singer, Xerox, Honeywell und Philips aus dem Großrechnergeschäft. Aber vielleicht täuschen wir uns ja auch, was etwa die Konstitution der Noch-IBM-Konkurrenten AT&T, Unisys, Wang, ICL, Bull, StorageTek, Control Data und Data General betrifft? Meßlatte sollte der Umsatz- und Gewinnvorsprung der IBM gegenüber den Nächstplazierten sein - die nackten Zahlen mißfallen auch (relativ!) erfolgreichen DV-Herstellern wie Digital Equipment, Fujitsu, NCR, NEC, Hewlett-Packard, Siemens, Hitachi, Nixdorf oder Tandem.