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Umsteiger: Von TCSS zu Shadow

Klein angefangen, dann fremdgegangen

07.01.1977

DÜSSELDORF - "Als wir die ersten TP-Anwendungen einführen wollten, haben wir uns Taskmaster, TICS und CICS angesehen. Die Entscheidung fiel dann zugunsten des IBM-Produktes TCS", berichtet H. Ballas von der zentralen DV-Abteilung der Aachener Monheim-Gruppe. "Es war richtig, daß wir mit einem kleinen System angefangen haben", sagt er. Inzwischen wird als TP-Monitor das englische Paket Shadow II eingesetzt. Geblieben ist Assembler als Programmiersprache für TP-Programme: "Bei TCSS mußten wir in Assembler programmieren - jetzt bleiben wir dabei. Das geht so gut, und in PL/ I, womit 70 Prozent unserer Batch-Programme geschrieben sind, würde die TP-Anwendungssoftware nur umfangreicher und langsamer."

Viele Umstellungsgründe

Geringer Hauptspeicherbedarf (jetzt 4 KB real mit einem Anwendungsprogramm statt 80 KB real bei TCSS) war nur am Rand für die Umstellung maßgebend: Im Oktober 1977 installiert das Schokoladeunternehmen eine IBM 370/138 mit 512 KB, "weil sie 12 000 Mark billiger ist als unsere jetzige 135 mit 384 KB". Es sollten außerdem Plattenspeicherkapazität gespart, mehr Bildschirme und Dateien angeschlossen und die Antwortzeiten (bei TCSS waren 7 bis 8 Sekunden üblich) verringert werden. Jetzt liegen die Antwortzeiten trotz vieler ISAM-Dateien durchweg unter 2 Sekunden.

Nach monatlicher Miete gerechnet wäre CICS, die Alternative von IBM, nicht teurer gewesen als Shadow. Der Speicherbedarf wäre allerdings noch höher gewesen als bei TCSS, Schulung, Umstellung und Generierung hätten länger gedauert.

Nur F 1 und Background

Für ein anderes Unternehmen, das von TCSS auf Shadow umstieg, war CICS von vornherein keine echte Alternative: Die Düsseldorfer Ausstellungsgesellschaft NOWEA hat "nur" eine IBM 370/115 mit 160 KB. Umstellungsgrund waren auch hier zu lange Antwortzeiten und zu hoher Speicherbedarf: Unter TCSS belegte die TP-Partition F1 bei 20 Anwendungsprogrammen 90 KB (kein F2, da alle Batch-Arbeiter im Background laufen). Bei 33 Anwendungsprogrammen ist der Platzbedarf unter Shadow jetzt auf 60 KB zurückgegangen. Da bei der Nowea die Hauptarbeit am Bildschirm im Updaten und Ergänzen von 13 ISAM-Dateien besteht, störte auch das Fehlen der ADD-Funktion (Hinzu).

Nebenbei werden die Bildschirme auch zur Gleitzeiterfassung verwendet. Die 250 Nowea-Mitarbeiter stempeln an alten Uhren - die Daten aus den Stempelkarten werden am Sichtgerät eingegeben. DV-Chef Röper: "Das ist alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Für ein einigermaßen komfortables neues Zeiterfassungssystem müßten wir 30 000 bis 50 000 Mark ausgeben." -py