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06.03.1992 - 

Gegen Ende des laufenden Jahres

Klöckner-Humboldt-Deutz AG gliedert ihren DV-Bereich aus

KÖLN (qua) - Die DV-Abteilung des Kölner Maschinenbau-Konzerns Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) soll noch in diesem Jahr juristisch selbständig werden. Lothar Grapatin, Leiter des Bereichs Organisation und Entwicklung kommerzieller Systeme, schließt nicht aus, daß die künftige KHD Orbis GmbH ihre Dienste auch externen Kunden anbietet.

Wie bei jedem Unternehmen dieser Größenordnung ist die Datenverarbeitung auch bei KHD ein Kostenfaktor, der mit zweistelligen Millionenbeträgen zu Buche schlägt. Erste Schritte auf dem Weg, diese Kosten transparent zu machen, hat der Hersteller der Deutz-Motoren bereits unternommen: Seit dem vergangenen Jahr verhält sich die DV-Abteilung nach innen wie ein externer Anbieter, also kosten- und ergebnisverantwortlich.

So verrechnen die DV-Fachleute ihre Leistungen beispielsweise nach Stundensätzen, die, so Grapatin, "im Markt standhalten".

Darüber hinaus werde seitens des jeweiligen Auftraggebers der Fachabteilung beziehungsweise des KHD-Unternehmens - eine "vereinbarte Leistungsabnahme" praktiziert.

Voraussichtlich im Oktober des laufenden Jahres will die Konzernleitung Nägel mit Köpfen machen: Alle DV-Aktivitäten des Großunternehmens sollen ausgelagert und in der KHD Orbis GmbH gebündelt werden. Für Grapatin ist diese Ausgründung eine "organisatorische Notwendigkeit". Der Markt verlange nach flexiblen Strukturen und geringen Fertigungstiefen: die logische Konsequenz daraus seien viele kleine, überschaubare Einheiten, die als selbständige Profit-Center miteinander kooperieren können.

Zwar soll der neue DV-Dienstleister vor allem die konzerninterne Nachfrage befriedigen. "Wenn es sich anbietet", will Grapatin jedoch auch externe Kunden bedienen. Die Möglichkeiten dafür schätzt er allerdings nicht sehr hoch ein, da KHD Orbis keine eigenen Produkte, sondern nur Know-how anzubieten habe.